
Barbara Erbsen-Haim
Redaktion Schlösser Baden-Württemberg
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Aktuelle Ausgabe

Ausgabe 2|2012
300 Jahre Neues Schloss Meersburg! Am 28. April öffnet das Schlossmuseum mit den neu eingerichteten Staatsappartements. Den Besucher erwartet ein anderer Blick in die Welt der Fürstbischöfe, auf ihre Interessen und ihren Kunstgeschmack. – Weitere Schwerpunkte neben vielen anderen Themen: Die Wiedereinrichtung der Beletage in Schloss Bruchsal. Nach Salem locken die Ausstellung „Das Haus Baden am Bodensee“ und der sanierte Kaisersaal. In Schloss Urach stellt eine Ausstellung die erste württembergische Herzogin, Barbara Gonzaga, vor.
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Das Festmahl der Urach Hochzeit
Wer Schloss Urach nicht kennt, oder schon längere Zeit nicht besucht hat, der sollte sich dieses Ausflugsziel in den nächsten Monaten unbedingt vornehmen. Bis zum 26. August wird dort im Palmensaal die Wanderausstellung: „Von Mantua nach Württemberg: Barbara Gonzaga und ihr Hof“ gezeigt. Schloss Urach ist eine wichtige Lebensstation Barbaras, der (späteren) ersten Herzogin Württembergs.
Aus dem Inhalt

Schloss Meersburg
In Schloss Meersburg residierten einst die Fürstbischöfe von Konstanz. Wer zur Beletage hinaufsteigt, befindet sich in den frisch sanierten historischen Prunkräumen, zu denen früher nur hochrangige Gäste Zutritt hatten. Ausgewählte Kostbarkeiten aus dem Besitz der früheren Herrscher sind hier zu sehen: Die Vielfalt der Exponate gibt einen Eindruck von der Wohn- und Lebenskultur der Fürstbischöfe wieder. Ein wichtiger Aspekt kommt im Schlossmuseum nicht zu kurz: die Lage der Residenzbauten am Bodensee vor dem eindrucksvollen Alpenpanorama und die Einbettung in die malerische Stadt.

Schloss Bruchsal
Tapisserien, also Bild- oder Wandteppiche, gehören zur kostbaren Originalausstattung des Bruchsaler Schlosses. Sie werden wieder ins rechte Licht gerückt, wenn das „Projekt Beletage“ verwirklicht sein wird. Fachleute der Staatlichen Schlösser und Gärten und von Vermögen und Bau Baden-Württemberg setzen in den nächsten Jahren das ehrgeizige Vorhaben um, die historische Raumstruktur im Herzen des Schlosses wiederherzustellen. Ein Glücksfall: Die einstige Ausstattung der ehemaligen Prunkräume ist weitgehend vorhanden.

Schloss Salem
„900 Jahre Haus Baden“, dieses beachtenswerte Jubiläum bietet eine Reihe von Anknüpfungspunkten. Ein Aspekt ist das Wirken der adeligen Familie am Bodensee, den eine Präsentation in Schloss und Kloster Salem vom 19. Mai bis 7. Oktober behandelt. Der Fokus liegt auf dem Zeitraum von 1802 bis 1918: von der Säkularisation bis zum Ende des Großherzogtums. – Wer Salem besucht, sollte es nicht versäumen, im Rahmen einer Führung den restaurierten Kaisersaal mit seinem einzigartigen Bildprogramm zu besichtigen.
Schloss Urach
„Von Mantua nach Württemberg: Barbara Gonzaga und ihr Hof“. Die erste württembergische Herzogin steht bis zum 26. August im Blickpunkt des Interesses. Im Palmensaal des einzigen erhaltenen spätmittelalterlichen Residenzschlosses Württembergs wird die sehenswerte Ausstellung gezeigt. Sie zeichnet die wichtigsten Lebensstationen der Gemahlin des Grafen Eberhard im Bart nach und gibt Einblick in die Zeit der Renaissance. Am deutsch-italienischen Ausstellungsprojekt sind das Hauptstaatsarchiv Stuttgart, die Universität Tübingen und das Staatsarchiv Mantua beteiligt.


