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Donnerstag, 09.09.2010
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22. Februar: Besuch in Kayanza

23.02.2009 Heute stand der Besuch der Region Kayanza im Norden des Landes auf dem Programm. Nach 2-stuendiger Busfahrt durch die wunderschöne, bergige Landschaft mit ihren unzähligen kleinen Feldern und Bananenhainen wurden wir schon bei der Einfahrt in die Region von einer politischen Delegation, burundischen Trommlern und Tänzerinnen begrüßt. Über der Strasse hing ein Willkommenstransparent in deutscher Sprache.


In der Stadt Kayanza wurde dieser beeindruckende Empfang noch überboten. Mehrere Trommler-, Tanz- und Musikergruppen, ein mit Gras und Blumen ausgelegter Weg und die Größe des Empfangskommitees gaben uns auch einen Eindruck von den hohen Erwartungen an Baden-Württemberg. Es folgte ein offizieller Empfang. Danach ging es weiter mit einer Besichtigung des 1989 mit baden-württembergischen Mitteln gebauten Handwerkszentrums PAK, das aus einer Holz- und einer Metallwerkstatt besteht. Hier prangt immer noch das Baden-Württemberg-Wappen an der Wand, obwohl das Projekt von baden-württembergischer Seite 1995 ausgelaufen ist. Der Besuch und die Worte von Minister Hauk lassen mich hoffen, dass die Kooperation wieder aufgenommen wird.


Beim anschließenden Besuch des Krankenhauses von Kayanza, das eine Partnerschaft mit dem Krankenhaus in Gengenbach hat, habe ich einen jungen Patienten wiedergesehen, auf den ich im vergangenen Jahr aufmerksam gemacht wurde. Der 15-jaehrige Waisenjunge ist seit einem Unfall im September 2007 querschnittsgelähmt und liegt seitdem im Krankenhaus.


Die bisherigen Versuche, ihn in einem Behindertenheim unterzubringen scheiterten unter anderem daran, dass er wundgelegen ist und die offenen Wunden im Heim nicht gut versorgt werden könnten. Immerhin ist es gelungen, eine Essenversorgung für ihn zu organisieren und - abgesehen von einem aktuell gebrochenen Bein - schien es ihm besser zu gehen als im vergangenen Sommer. Hannelore Klabes, eine Mitreisende mit großer Burundi-Erfahrung versucht gerade, einen Rollstuhl für ihn zu besorgen. Auch bezueglich einer defekten Wasserpumpe bemühen sich Delegationsteilnehmer um Problemlösung noch in dieser Woche. So, jetzt eile ich noch zu einem Empfang der "Initiative du Bassin du Nil", zu der wir heute Abend eingeladen sind.


Gisela Splett ist Landtagsabgeordnete der Grünen und Teilnehmerin der Delegationsreise des Landes nach Burundi. Sie ist bereits im vergangenen Jahr auf eigene Faust in Burundi gewesen, um sich einen Überblick über die Situation in dem kleinen ostafrikanischen Land zu verschaffen. Mit der Delegationsreise soll festgestellt werden, wo und in welcher Form die früher zwischen Burundi und Baden-Württemberg bestehende Partnerschaft wieder aufgenommen werden kann. Diese war durch einen jahrlang dauernden Bürgerkrieg in Burundi in vielen Bereichen zum Erliegen gekommen.


Gisela Splett
23.02.2009
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