Das Jahr 2010 ist internationales Jahr der Biodiversität. Bis zum Ende dieses Jahres sollte sowohl in Baden-Württemberg als auch EU-weit der Rückgang an Lebensräumen und Tier- und Pflanzenarten gestoppt sein. Doch es ist bereits klar, dass dieses Ziel nicht erreicht wird, weder im Land, noch innerhalb der EU. Die EU-Kommission will deshalb noch in diesem Jahr eine neue Strategie für den Erhalt der biologischen Vielfalt vorlegen. In Baden-Württemberg wird derzeit intensiv an einer Naturschutzstrategie 2020 gearbeitet. Doch in einem Punkt sind sich die Naturschützer heute bereits einig: Wenn der Natur- und Artenschutz nicht in allen Förderprogrammen und von den unterschiedlichen Ministerien entsprechend berücksichtigt wird, werden die Verluste und Kosten für die Volkswirtschaft auf Sicht sehr hoch werden. Der Ökonom Pavan Sukhdev, Chef der Abteilung Globale Märkte bei der Deutschen Bank in London, errechnet derzeit im Auftrag der EU den Wert der Biodiversität. Auch wenn die Gesamtrechnung noch nicht vorliegt, so hat er doch bereits in Zwischenergebnissen nachgewiesen, dass der Erhalt der Biodiversität sich rechnet, auch als Wirtschaftsfaktor.
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