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Fünf typische Instagram-Fehler und wie man sie vermeiden kann

02.10.2020 
Redaktion
 
Gestellte Fotos oder abfotografierte Zeitungsausschnitte sollte man auf Instagram vermeiden, rät Vey. Foto: dpa

Gestellte Fotos oder abfotografierte Zeitungsausschnitte sollte man auf Instagram vermeiden, rät Vey. Foto: dpa

STUTTGART. Instagram ist mittlerweile auch in vielen Verwaltungen angekommen. Zunächst angetrieben durch Tourismus und Stadtmarketing (und die Kinder von Bürgermeistern) wird auch dort mittlerweile versucht, die Themenbandbreite von Stadtverwaltungen und Landkreisen zu spielen. Leider werden dafür häufig noch keine eigenen Inhalte produziert - was sicherlich auch Zeit- und Personalmangel geschuldet ist. Dennoch sollten Sie versuchen, die folgenden Fehler zu vermeiden:

 Gestellte Gruppenbilder

Sie wirken angestaubt und sind in so einem jungen, emotionalen und vor allem persönlichen Kanal wie Instagram deplatziert. Insbesondere wenn sie aufgrund von Corona mit entsprechendem Abstand zwischen den Personen aufgenommen werden müssen. Welche Aussage und welchen Mehrwert haben solche Bilder für den Betrachter? Aufgrund der Größe lassen sich teilweise weder die Gesichter noch die Personen wirklich erkennen. Sie wirken steif und unpersönlich. Gleiches gilt auch für Übergabe von Preisen, Eröffnung von Gebäuden oder Ähnlichem.

Alternativen: Zeigen Sie Stimmungsbilder aus dem Geschehen, auf denen Leute miteinander interagieren, lachen, sich unterhalten. Legen Sie den Fokus dabei auf die Gesichter und die Mimik. Versuchen Sie Perspektiven so zu zeigen, wie sie auch ein Besucher der Veranstaltung hätte. Noch näher dran wären Sie mit kurzen Videosequenzen. Diese wirken noch einmal lebhafter und persönlicher, je näher sie am Geschehen und den Personen dran sind.

 Flyer, Plakate und Zeitungsausschnitte

Für viele Veranstaltungen wurden diese - mehr oder weniger aufwändig - von Agenturen oder der Pressestelle erstellt. Aber sind die Informationen wirklich lesbar, wenn man sie auf Instagram abbildet? Machen Sie wirklich Lust auf den Besuch der Veranstaltung? Der Text ist kaum lesbar und sorgt definitiv für Irritation bei Instagram-Nutzern.

Alternativen: Zeigen Sie Bilder die bei vorherigen Veranstaltungen entstanden sind. Geben Sie Einblicke in den Planungs- und Entstehungsprozess. Stellen Sie in persönlichen Portraits beteiligte Personen, Gäste oder Künstler vor. So fangen Sie an, Menschen persönlich anzusprechen und zu begeistern.

Gebäude oder Landschaft im Profilbild

Das Profilbild sollte schnell und klar erkennbar sein - auch im Kleinen. Wenn Sie beispielsweise in den Kommentarspalten antworten, wird das Bild extrem verkleinert. Sind Gebäude oder Landschaften abgebildet, hebt es sich nicht von den Profilbildern persönlicher Konten ab.

Alternativen: Überlegen Sie, wie Sie eine Variante Ihres Logos oder Stadtwappens für Social Media optimieren können. Klare Formen, wenig oder kein Text und Signalfarben helfen, auch hier einen schnellen und hohen Wiedererkennungswert zu schaffen. Städte wie Nürnberg, Nürtingen und Ludwigsburg machen es vor.

Typische Pressetexte

Noch immer lesen sich viele Beiträge wie Presseinformationen und Teaser-Texte: „Herr X hat mit Herrn Y am Tag … eine Eröffnungsrede für den neuen Gebäudeteil ABC gehalten. Damit wurde ein neuer Meilenstein im Projekt Z gesetzt.“ Solche auf Fakten basierenden Informationen erhalten auf Instagram nur wenig Reaktionen.

Alternativen: Beschreiben Sie die emotionale Stimmung. Versuchen Sie viel stärker, Bilder und Stimmungen im Kopf entstehen zu lassen. Sprechen Sie dabei möglichst viele Sinne an - hören, sehen, fühlen, riechen, schmecken. Aber vor allem: Stellen Sie ganz klar in den Fokus, welchen Vorteil und Mehrwert das Ganze für den Bürger und Follower hat. Was heißt das für ihn persönlich? In welcher Form verbessert es sein Leben? Wie ordnet man das Ganze sinnvoll in den großen (Zukunfts-)Kontext der Stadtentwicklung ein? Denn die Frage, die sich jeder Betrachter als erste stellt ist: „Warum sollte mich das interessieren? Warum ist das für mein Leben relevant?“

Immer gleiche Formate verwenden

Ein Großteil der Städte wagt sich nach wie vor nur an Einzel-Foto-Beiträge heran. Der Aufbau ist vertraut und ähnelt dem bisheriger Medienkanäle. Der Zeitaufwand ist überschaubar, denn so kann man Foto und Teaser aus der Pressemeldung nehmen und spart sich zusätzliche Aufwände. Leider führt aber genau das zu geringen Interaktionsraten und das wiederum auch zu wenig Sichtbarkeit auf Instagram - unabhängig von den Fanzahlen

Alternativen: Videos und Bildergalerien im Profil, Heranwagen an Stories, Live gehen mit IGTV oder das Ausprobieren von neuen Funktionen wie Reels - all das wirkt sich auf Interaktionsraten und Sichtbarkeit positiv aus. Insbesondere Reels ermöglicht es, Personen außerhalb des eigenen Kreises von Bürgern und Followern zu erreichen, ohne dafür Werbebudget in die Hand nehmen zu müssen. Wichtig ist tatsächlich auch hier so viele Formate und Kanäle wie möglich zu nutzen und auszuprobieren und immer wieder Querverweise auf die anderen Beitragsarten zu posten. Es wird sich langfristig auszahlen.

Über die Autorin

Daniela Vey ist Social-Media-Beraterin. Die Themen Web, Corporate Identity und soziale Medien sind ihr Steckenpferd. Zudem gibt sie Social-Media-Kurse und moderiert die Allfacebook Conference.

In der Kolumne "Social Media in Kommunen" des Staatsanzeigers gibt sie Akteuren der öffentlichen Verwaltung Tipps und Tricks im richtigen Umgang mit den sozialen Netzwerken Facebook, Twitter, Instagram und Co.

 

 


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