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Gut geplant ist halb gewonnen: Warum ein Redaktionsplan für Social Media so wichtig ist

13.11.2020 
Redaktion
 
Ein Redaktionsplan ist für einen gelungenen Social-Media-Auftritt das A und O, sagt Daniela Vey. Foto: dpa Themendienst

Ein Redaktionsplan ist für einen gelungenen Social-Media-Auftritt das A und O, sagt Daniela Vey. Foto: dpa Themendienst

STUTTGART. Zu einem gut organisierten Social-Media-Team gehört eine durchdachte Redaktionsplanung. Das Ziel nicht nur für Kommunen sollte also sein, in jedem der ausgewählten Netzwerke regelmäßig Beiträge zu veröffentlichen. Sollte Ihnen das nicht möglich sein, benötigen Sie entweder mehr Ressourcen oder sollte die Anzahl der vorhandenen Social-Media-Kanäle hinterfragen.

Redaktionsplanung

Weiche Themen

Ideen für unterhaltsame und wiederkehrende Themen sollten Sie an einem festen Ort sammeln, zum Beispiel im Rahmen des Redaktionsplanes, auch weil sich nicht alle davon direkt umsetzen lassen. Durch das Festschreiben in einem Redaktionsplan kann man bei Bedarf immer wieder auf diese zurückgreifen und sie als Inspiration nutzen, um "Löcher" in der Planung zu vermeiden.

Unterhaltsam und immer wieder gerne gesehen sind historische Bilder, Zitate, Anekdoten der Stadtgeschichte, Vorstellung von bekannten Persönlichkeiten oder Serien wie "Unnützes Wissen". Aber auch die Vorstellung von Mitarbeitern, ihren Aufgaben, beziehungsweise Stellen können spannend sein – gerade, wenn es darum geht, Nachwuchs- und Fachkräfte zu gewinnen. Für die einzelnen Themen sind unterschiedliche Frequenzen denkbar: wöchentlich, monatlich oder als kleine Serie zum Beispiel in den Sommerferien (beispielsweise der Nürtinger Schlemmer Sommer 2019.

Langfristig: Jahresplanung 

Hierzu gehören Feiertage, Jubiläen, Stadtfeste, Messen und wichtige Termine für die Bürger, zum Beispiel die fristgerechte Erinnerung an die Verlängerung von Reisepässen vor den Sommerferien. Auch "internationale Tage" können wunderbare Aufhänger für bestimmte Themen sein, zum Beispiel der Tag des Denkmals, Tag des Buches, Tag der Freundschaft oder Tag der Jogginghose. Sie sollten immer überlegen, was zum eigenen Auftritt passt, aber gerade hier bietet sich auch die Chance kreativ und gerne auch humorvoll zu werden.

Mittelfristig: Drei-Monats-Planung

Anstehende Events werden nun enger begleitet, das Programm detaillierter vorgestellt und unter Umständen auch mit Werbekampagnen die Reichweite erhöht. Dabei ist Wiederholung wichtig: Menschen brauchen im Durchschnitt sieben bis 12 Kontaktpunkte, bevor sie eine Entscheidung treffen. Auf ausgeschriebene Stellen sollten Sie vor Ablauf der Bewerbungsfrist regelmäßig hinweisen und das Berufsbild vorstellen. Auch Servicehinweise an die Bürger wie Fristen für die Verlängerung der Reisepässe vor den Sommerferien machen an dieser Stelle Sinn.

Kurzfristig: Wochen- bzw. Monatsplanung 

Beiträge werden konkret geplant: Tag, Uhrzeit, Thema, Ansprechpartner. Es sollte trotzdem immer ein wenig Raum bleiben, um auf aktuelle Ereignisse reagieren zu können. Deshalb ist es wichtig zu jedem Beitrag im Redaktionsplan festzuhalten, ob der gewählte Zeitpunkt flexibel ist und verschoben werden kann oder nicht.

Berücksichtigen Sie bei der Auswahl der Themen das aktuelle Zeitkontingent Ihres Teams. Es gibt Themen, die ein höheres Maß an Diskussion auslösen und moderiert werden müssen, zum Beispiel Verkehr oder Flüchtlinge. Dies fließt als Faktor in die Planung mit ein, da der Ansprechpartner greifbar sein muss und zeitnahes Antworten ermöglichen sollte. Solche Beiträge platzieren Sie daher besser zu Beginn der Woche als am Freitag kurz vor Feierabend.

Falls Sie aufgrund äußerer Umstände ein ungünstiger Zeitpunkt wählen müssen, gilt es vorab folgende Fragen zu klären:

•Wer sind weitere Ansprechpartner im Haus bei Rückfragen?

•Wie geht man mit zusätzlichen Arbeitszeiten nach Feierabend oder am Wochenende um, wenn es die Umstände erfordern?

•Wer kann das Team zusätzlich unterstützen? (Agentur, Freelancer…)

•Kann man auf der Website ausführliche Informationen bereitstellen, auf die die Social-Media-Verantwortlichen bei Bedarf verweisen können?

•Kann man Antworten auf die häufigsten Fragen vorab vorbereiten?

Der Redaktionsplan hilft Ihnen grundsätzlich dabei, einen guten Überblick über die eigenen Aktivitäten zu wahren. Regelmäßigkeit und eine gleichmäßige Verteilung spielen dabei ebenso eine Rolle, wie die richtige Mischung der Themen und die passende Frequenz der Wiederholungen.

Eine Vorlage im Excel-Format stelle ich Ihnen gerne per E-Mail zur Verfügung. Einfach eine kurze Nachricht an dv(at)infodesignerin.de

Über die Autorin

Daniela Vey ist Social-Media-Beraterin. Die Themen Web, Corporate Identity und soziale Medien sind ihr Steckenpferd. Zudem gibt sie Social-Media-Kurse und moderiert die Allfacebook Conference.

In der Kolumne "Social Media in Kommunen" des Staatsanzeigers gibt sie Akteuren der öffentlichen Verwaltung Tipps und Tricks im richtigen Umgang mit den sozialen Netzwerken Facebook, Twitter, Instagram und Co.

 

 


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