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Kurz, kürzer, TikTok: Was Kommunen vom Videoportal lernen können

18.09.2020 
Redaktion
 
Videos in den sozialen Netzwerken gewinnen immer mehr an Bedeutung, sagt Social-Media-Beraterin Daniela Vey. Foto: dpa

Videos in den sozialen Netzwerken gewinnen immer mehr an Bedeutung, sagt Social-Media-Beraterin Daniela Vey. Foto: dpa

STUTTGART. Die App, die mit kurzen Tanz- und Karaoke-Videos berühmt wurde, ist die derzeit am schnellsten wachsenden Community. Sie gehört dem chinesischen Unternehmen ByteDance und stand immer wieder in der Diskussion in Hinblick auf Zensur und Datenschutz.

Auch wenn der direkte Einsatz in der Verwaltung aktuell noch fraglich ist, so bietet TikTok doch jede Menge Inspiration. Mit der Tagesschau, dem Roten Kreuz und dem Gesundheitsministerium des Bundes sind mittlerweile auch schon einige seriöse Anbieter auf der Plattform unterwegs.

Was man sich schon jetzt von der Art, Inhalte umzusetzen, abschauen kann:

1. Videos als maßgebliche Inhaltsform

Die Kommunikationsformen im Social Media Umfeld werden immer stärker visuell getrieben. Alle neu entwickelten Formate sind verstärkt auf Bewegtbilder ausgelegt. In der Regel ist hier organische Reichweite am Höchsten. Auch Instagram ließ sich von TikTok beeinflussen und hat mit dem neuen Format „Reels“, also 15-sekündigen Videos, ein ähnliches Angebot geschaffen.

Learning: Egal welchen Kanal Sie nutzen - Videos sind momentan das stärkste Format, um wichtige Inhalte zu transportieren. Überlegen Sie, wie Sie vermehrt auf Bewegtbild setzen können.

2. Kurz und Knackig

Immer wieder hört man, dass die Aufmerksamkeitsspanne der Social Media Nutzer sinken. Der nächste Inhalt ist schließlich nur eine kleine Daumenbewegung entfernt. Neuere Untersuchung zeigen jedoch, dass Menschen mittlerweile mehr Informationen verarbeiten und schneller relevante Sachen herausfiltern können. Die Geduld hält sich dabei aber tatsächlich in Grenzen. Daher ist es wichtig, direkt zu Beginn einen guten Grund zu liefern, sich den Inhalt anzuschauen. Trotzdem sollten diese nicht zu langatmig werden. Die von TikTok vorgegebenen 15 Sekunden bieten da eine sehr gute Orientierung.

Learning: Fassen Sie sich kurz und bringen Sie die wichtige Nachricht schnell auf den Punkt. Stellen Sie insbesondere den Mehrwert für die Nutzer heraus und stellen Sie diese direkt an den Anfang.

3. Edutainment

Inhalte werden auf TikTok primär über Hashtags (#) gefunden, das heißt, über passende Schlagworte. Besonders spannend sind dabei #LernenmitTikTok und #TikTalk. Hier werden in kurzen Videos Begriffe erklärt, Foto-Tipps anschaulich gemacht, Rechtsfragen beantwortet oder über neue Erkenntnisse rund um Corona informiert.

Natürlich kann man damit kein Thema vollumfänglich beantworten. Aber man kann zumindest einen Grundbaustein legen und so das Interesse wecken. Für weiterführende Informationen kann man auf Website oder andere Quellen verweisen.

Die Videos sind dabei kurz und unterhaltsam. TikTok selbst bietet die Möglichkeit, die Videos mit Musik zu untermalen und Texte einzublenden. Daraus sind bereits einige sehr spannende Formate entstanden. Einer der erfolgreichsten Deutschen auf TikTok ist @HerrAnwalt Tim Hendrik Walter mit über 2,3 Mio Followern, der Rechtsfragen beantwortet. Hier mischen sich Unterhaltung und Entertainment. 

Untersuchung aus der Lernpsychologie zeigen, dass man sich bei einer positiven und unterhaltsamen Wissensvermittlung besser an die vermittelten Inhalte erinnern kann und sie kreativer zur Problemlösung einsetzt. Auch das spricht für unterhaltsame Wissensvermittlung - zusammengesetzt aus den Begriffen Education und Entertainment. 

Learning: Verstehen Sie die Videos nicht als vollumfängliche Informationsvermittlung an, sondern eher als Teaser oder Zusammenfassung der wichtigsten Punkte. Wenn die Zuschauer nur eine richtige Aussage für sich mitgenommen haben, haben Sie mehr gewonnen, als bei einem langatmigen Text, den keiner liest. Überlegen Sie, ob sich der Inhalte vielleicht auch für eine unterhaltsame oder gar humorvolle Umsetzung eignet

Apps, die bei Videoschnitt und Umsetzung helfen können sind zum Beispiel InShot oder CapCut. Probieren Sie einfach mal ein wenig aus und haben Sie Spaß dabei.

Über die Autorin

Daniela Vey ist Social-Media-Beraterin. Die Themen Web, Corporate Identity und soziale Medien sind ihr Steckenpferd. Zudem gibt sie Social-Media-Kurse und moderiert die Allfacebook Conference.

In der Kolumne "Social Media in Kommunen" des Staatsanzeigers gibt sie Akteuren der öffentlichen Verwaltung Tipps und Tricks im richtigen Umgang mit den sozialen Netzwerken Facebook, Twitter, Instagram und Co.


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