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Social Media: Die Richtige Zielsetzung ist das A und O

29.06.2020 
Redaktion
 
Foto: dpa/ Bildagentur-online

Für das Betreiben eines Social-Media-Kanals ist laut Daniela Vey das Definieren von Zielen und Zielgruppe maßgeblich. Foto: dpa/ Bildagentur-online

STUTTGART. Bei der Frage nach der Zielsetzung in den sozialen Netzwerken sind immer noch die häufigsten Antworten: „Eine jüngere Zielgruppe erreichen“ oder „Presse- und Öffentlichkeitsarbeit unterstützen“. Hin und wieder ergänzt durch ein „(Die Tochter vom) OB hat gesagt, wir müssen jetzt Instagram machen“. Diese Ziele sind wenig greifbar und liefern keine Ansätze für eine sinnvolle Strategie.

Zunächst sollte man sich klar machen, dass die Interaktionsrate – also Reaktionen auf die eigenen Beiträge – der wichtigste Erfolgsfaktor ist. Denn nur Interaktionen bringen letztendlich auch Sichtbarkeit. Dialog statt Monolog.

Umso wichtiger ist es, die eigene Zielgruppe zu kennen und zu verstehen, um die Inhalte entsprechend zuschneiden zu können. Dabei sollten insbesondere auch deren Interessen, Fragen und Wünsche im Fokus stehen. Die Konkurrenz beim Kampf um die Aufmerksamkeit ist groß. Somit müssen die Inhalte aktuell, persönlich und relevant sein, um überhaupt wahrgenommen zu werden.

Eine gute Zielsetzung umfasst mehrere Stufen.

Übergeordnete Ziele definieren

Die Basis für Strategie kann sich je nach Stadt sehr unterscheiden und ist langfristig ausgerichtet. Übergreifende Ziele betreffen in der Regel die folgenden Bereiche:

Kommunikation: Transparente Prozesse, Bürgerdialog, Austausch, Engagement

Marketing: Überregionale Bekanntheit, Events, Stadtführungen, Sightseeing 

Bürgerservice: Ansprechbarkeit, Verbesserung des Service, besseres Image

Verwaltung: Personalgewinnung, Wissenstransfer, Politik

Innovation: Beteiligung, Stadtentwicklung, Meinungsforschung

Konkrete Ziele als kreatives Sprungbrett nutzen

Bereits die Formulierung der Zielsetzung sollte zu ersten Ideen führen, was man tun könnte, um diese zu erreichen. „Bürger informieren“ ist zu allgemein. „Zum Wählen motivieren“ bringt gleich mehrere Überlegungen mit sich: Wie funktioniert die Wahl überhaupt? Wer steht alles zur Wahl? Warum sind Wahlen wichtig? Was motiviert Leute wählen zu gehen? Welche Argumente kann man anführen? Kann man Wähler zu Wort kommen lassen?

Sammeln Sie alle möglichen Fragen und Aufgaben, die mit Ihrem konkreten Ziel in Verbindung stehen können. Das können beispielsweise grundsätzliche Erklärungen zum Prozess sein, typische Fragen die häufig gestellt werden, genauso wie externe oder interne Meinungen bzw. persönliche Statements.

Messbarkeit als Erfolgsfaktor

Nicht alle Ziele lassen sich mit konkreten Zahlen messen oder ausschließlich auf Social Media Aktivitäten zurückführen. Aber sie können dennoch ein guter Anhaltspunkt sein. Im oben genannten Beispiel: Konnte die Wahlbeteiligung im Vergleich zu Vorjahren gesteigert werden? Wurde sie im Bereich der anvisierten Alters- / Zielgruppe deutlicher gesteigert als in anderen Gruppen?

Setzen Sie sich außerdem konkrete Deadlines, an denen die Ergebnisse überprüft werden. Analysieren Sie, welche Beiträge und Aktionen gut und welche schlecht funktioniert haben. Welche Erkenntnisse können Sie daraus ableiten und auf die nächsten Aktionen anwenden?

Über die Autorin

Daniela Vey ist Social-Media-Beraterin. Die Themen Web, Corporate Identity und soziale Medien sind ihr Steckenpferd. Zudem gibt sie Social-Media-Kurse und moderiert die Allfacebook Conference.

In der Kolumne "Social Media in Kommunen" des Staatsanzeigers gibt sie Akteuren der öffentlichen Verwaltung Tipps und Tricks im richtigen Umgang mit den sozialen Netzwerken Facebook, Twitter, Instagram und Co.


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