− Anzeige −
− Anzeige −

Social Media: Was man aus Statistiken und Zahlen lernen kann

12.02.2021 
Redaktion
 
Mit ein paar Zahlen und Fakten helfen bei Entscheidungen und Einordnungen im Hinblick auf Social Media, sagt Vey. Foto: dpa/Panther Media/Randolf Berold

Mit ein paar Zahlen und Fakten helfen bei Entscheidungen und Einordnungen im Hinblick auf Social Media, sagt Vey. Foto: dpa/Panther Media/Randolf Berold

STUTTGART. Die typische Antwort, wenn man Stadtverwaltungen nach ihrer Zielgruppe fragt, ist „Alle!“ – und zwar unabhängig, ob es um Website, Werbung oder Social Media Kanäle geht. Das ist sicher grundsätzlich richtig, da sich Städte und Gemeinden ja an alle Bürger wenden. Für soziale Netzwerke trifft das aber insofern nicht zu, da ja nicht in jedem Kanal auch alle Bürger vertreten sind.

Sowohl Altersstruktur, Geschlechterverteilung und Bildungsgrad variieren je nach Netzwerk. Natürlich kann man versuchen, einen Instagram-Kanal für die Zielgruppe 50+ auf die Beine zu stellen – man muss sich dann aber bewusst machen, dass die bereits vorhandene Community nicht besonders groß ist. Zur Orientierung gibt es nun einige aktuelle Zahlen, die Ihnen bei Auswahl und Einordnung helfen können.

Globale Zahlen

Mit 4,2 Milliarden aktiven Social-Media-Nutzern sind mittlerweile rund 54 Prozent der Weltbevölkerung in mindestens einem sozialen Netzwerk angemeldet. Das ist insofern bemerkenswert, da rund 4,7 Milliarden Menschen überhaupt Zugang zum Internet haben. Der Anteil der Social-Media-Nutzer ist - auch bedingt durch Corona - im letzten Jahr sprunghaft um 13,2 Prozent angestiegen. Der Schwerpunkt liegt in der Altersgruppe zwischen 18 und 44 Jahre.

LEARNING: Fast alle Internetnutzer sind auch in einem sozialen Netzwerk aktiv. Man erreicht nach wie vor eher die etwas jüngere Altersgruppen unter 45. Es macht also Sinn, sich in der Kommunikation darauf entsprechend einzustellen.

Deutschland

In Deutschland sind von knapp 84 Millionen Menschen 66 Millionen in den sozialen Medien unterwegs. Somit sind also rund 79 Prozent der Bevölkerung in einem Social Network angemeldet. Allein im Jahr 2020 kamen 7,7 Millionen neue aktive Nutzer hinzu. Dabei verbringen die Deutschen im Schnitt pro Tag 1,5 Stunden mit Social Media Kanälen. Im Vergleich dazu werden Presseprodukte (sowohl gedruckt als auch online) 1,25 Stunden konsumiert.

LEARNING: Social Media – und vor allem Facebook – sind noch lange nicht tot. Im Gegenteil: Durch Corona haben die digitalen Kommunikationskanäle im letzten Jahr an Bedeutung dazugewonnen. Die klassischen Printmedien verlieren weiterhin an Bedeutung und wurden in der täglichen Nutzungsdauer bereits überholt.

Die meistgenutzten Kanäle 

Facebook liegt weltweit mit 2,74 Milliarden Nutzern unangefochten an der Spitze. YouTube folgt mit 2,3 Milliarden auf Platz 2. Instagram landet mit 1,2 Milliarden auf Rang 3. TikTok hat unglaublich zugelegt und belegt mit 689 Millionen bereits den 4. Platz für Snapchat (498 Mio) und Pinterest (442 Mio). Twitter landet mit 353 Millionen abgeschlagen auf Platz 6.

Befragt man die deutschen Nutzer nach ihrem Verhalten, ergibt sich ein anderes Bild: YouTube wird von 75 Prozent der User genutzt und landet damit auf Platz 1. Direkt dahinter folgen Facebook mit 60 Prozent und Instagram mit 47 Prozent. Pinterest belegt mit 27 Prozent Rang 4 noch vor Twitter mit knapp 23 Prozent. TikTok und Snapchat nutzen bei uns jeweils etwa 18 Prozent der Bevölkerung.

Bei den beruflichen Netzwerken hat das internationale LinkedIn mit 16 Prozent der Nutzer die deutschen Kollegen von XING überholt. Dort sind noch rund 12,3 Prozent unterwegs.

LEARNING: Wenn Sie also überlegen, in welchen Netzwerken Sie aktiv werden oder Ihre Präsenz verstärken wollen, können diese Zahlen Aufschluss darüber geben, welche Netzwerke besonders interessant, beziehungsweise relevant sind. Pinterest beispielsweise haben viele Kommunen nach wie vor nicht auf dem Schirm.

Männer und Frauen

Während bei den drei Großen – Facebook, YouTube und Instagram – das Verhältnis der Geschlechter ausgewogen ist, verhält sich das bei kleineren durchaus anders. So sind beispielsweise bei Twitter rund 82 Prozent der Nutzer männlich, bei Pinterest dagegen rund 78 Prozent weiblich.

LEARNING: Kommunikation sollte immer auf die Zielgruppe abgestimmt sein. Das Geschlecht kann dabei EINE mögliche Rolle spielen. Beschäftigen Sie sich ausführlicher damit, welche Themen in welchem Rahmen sinnvoll platziert werden können. So kommunizieren Sie effektiver und sparen sich an anderer Stelle unnötigen Zeitaufwand.

Hauptgrund für die Nutzung

37 Prozent der Nutzer geben als Hauptgrund für die Nutzung an, über aktuelle Entwicklungen und Neuigkeiten auf dem Laufenden bleiben zu wollen. An zweiter Stelle folgen „lustige und unterhaltsame Inhalte“ (35 Prozent) sowie „(Warte)Zeit überbrücken“ (34 Prozent).

LEARNING: Es ist gut zu wissen, welche Erwartungen die Nutzer an den Kanal haben, um auf die Bedürfnisse und Wünsche besser eingehen zu können. Der erste Grund kommt Stadtverwaltungen – insbesondere derzeit – natürlich sehr entgegen. Umso wichtiger aber auch „Unterhaltung“ als Aspekt in die Kommunikation mit einzuplanen.

Über die Autorin

Daniela Vey ist Social-Media-Beraterin. Die Themen Web, Corporate Identity und soziale Medien sind ihr Steckenpferd. Zudem gibt sie Social-Media-Kurse und moderiert die Allfacebook Conference.

In der Kolumne "Social Media in Kommunen" des Staatsanzeigers gibt sie Akteuren der öffentlichen Verwaltung Tipps und Tricks im richtigen Umgang mit den sozialen Netzwerken Facebook, Twitter, Instagram und Co.


− Anzeige −

Kontakt

Ihre Ansprechpartnerin in der Redaktion

Online-Redakteurin Staatsanzeiger
Pia Hemme
Telefon: 0711/ 666 01 144
E-Mail senden

Die Redaktion in den sozialen Netzwerken

Gehe zu Facebook

Werden Sie unser Fan auf Facebook und verpassen Sie keine spannenden Inhalte.

Die Staatsanzeiger Redaktion auf Twitter

Folgen Sie uns auf Twitter und erfahren Sie alles Neue sofort.

Weiter zu Instagram

Folgen Sie uns auf Instagram für Bilderstrecken, Videos und Stories.

− Anzeige −