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Soziale Medien gewinnen vor allem in der Krise an Bedeutung

20.05.2020 
Redaktion
 
Gerade in Krisenzeiten suchen Bürger nach belastbaren Informationen. Die Kommune genießt hohes Vertrauen und kann über soziale Medien Zielgruppen erreichen, die klassische Medien kaum nutzen. Foto: dpa/ Sven Simon

Gerade in Krisenzeiten suchen Bürger nach belastbaren Informationen. Die Kommune genießt hohes Vertrauen und kann über soziale Medien Zielgruppen erreichen, die klassische Medien kaum nutzen. Foto: dpa/ Sven Simon

STUTTGART. „Durch Corona hat sich wieder einmal gezeigt, wie wichtig Social Media geworden ist – auch und gerade für die Städte“, so Alfred Oswald, Sprecher der Stadt Ravensburg. Die Netzwerke seien schnell, breit aufgestellt und kommunikativ.

Baiersbronn (Kreis Freudenstadt), Ravensburg und Stuttgart berichten übereinstimmend, dass die Zugriffszahlen auf ihren Social-Media-Kanälen und ihren Webseiten während der Corona-Pandemie zugenommen haben. Die 15 000-Einwohner-Gemeinde Baiersbronn beziffert die Zunahme auf etwa zehn Prozent. Die Kommunen geben außerdem an, dass sie während der Krise in einem deutlich höheren Takt posten.

Zwar sind laut Alfred Oswald aus Ravensburg viele Menschen schon gut informiert, weil das Thema Corona derzeit omnipräsent ist. „Dennoch mussten wir viel Informationsarbeit leisten zu den sich ständig ändernden Ver- und Geboten im Land“, erklärt Oswald.

Kommunen entwickeln neue konzepte

Städte und Gemeinden nutzen die Kanäle in vielfältiger Weise. In Baiersbronn zum Beispiel hat die Gemeinde zusammen mit den Dorfgemeinschaften der einzelnen Teilorte eine Nachbarschaftshilfe aufgebaut. Ihren Ursprung hatte die Idee laut Heiko Klumpp, Sprecher der Gemeinde, in einer Social-Media-Gruppe.

Dieses Engagement greift die Kommune nun auch in einem neuen Format auf Facebook und Instagram auf: Einzelne Dorfbewohner werden mit einem prominenten Foto und einem kurzen Text porträtiert. Darunter eine Frau, die in der neuen Nachbarschaftshilfe aktiv ist. „So wird allen Bürgerinnen und Bürgern bewusst wie der Zusammenhalt in einer besonderen Situation entsteht und wohin Sie sich wenden können, wenn Sie Hilfe benötigen oder sich selbst engagieren möchten“, erzählt Klumpp. Die Klickzahlen belegten, dass die Porträts positiv bewertet werden.

Doch auch negative Kommentare bleiben in der Krise nicht aus. Die Online-Redaktion der Stadt Stuttgart spricht von einer teilweise aufgeheizten Stimmung in den Diskussionen. Die Stadt versuche dann zu deeskalieren. Es sei wichtig, dass die Stadt Stellung bezieht, Fragen beantwortet und Falschmeldungen richtigstellt.

Bürgermeister kooperiert für Osteransprache mit Rapper

Die Stadt Bietigheim-Bissingen (Kreis Ludwigsburg) wollte sich dort aufhalten, wo ihre Bürger sind, um mit ihnen besser in Verbindung zu bleiben. So ist der Bürgermeister der Stadt, Jürgen Kessing, auf eine Einladung des Rappers Shindy eingegangen: Seine Osteransprache hielt er gemeinsam mit Shindy auf dessen Youtube-Kanal. Sie machten darauf aufmerksam, dass die Kontaktbeschränkungen weiter eingehalten werden müssen.

Kolumne "Social Media in Kommunen"

Die sozialen Medien verändern sich ständig und auch gesellschaftliche Einschnitte wie die Corona-Pandemie haben Einfluss auf die Kommunikation im Netz. Auf Staatsanzeiger.de lesen Sie in einer wöchentlichen Online-Kolumne Tipps für Kommunen zum Gestalten von Social-Media-Kanälen.

Die Autorin, Daniela Vey, ist Beraterin für soziale Medien und erklärt im ersten Beitrag, warum in einer Krise der Bürgermeister als Kommunikator gefragt ist. Der zweite Beitrag befasst sich mit Sprechstunden per Livestream, in denen sich der Rathauschef direkt an die Bürger wenden kann.

 

 


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