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Sprechstunden in den sozialen Medien: Livestreams richtig vorbereiten

15.05.2020 
Redaktion
 
Foto: dpa

Bei einem Livestream ist es hilfreich, einen Moderationsassistenten zu haben, der sich um die Reaktionen und Fragen der User kümmert, sagt Daniela Vey. Foto: dpa

STUTTGART. Livestreams und Online-Meetings erleben Dank Corona einen unerwarteten Boom. Egal ob per MS Teams oder auf Facebook und Instagram – wenn man sich schon nicht persönlich treffen kann, möchte man sich doch wenigstens sehen und nicht nur hören.

Gerade die sozialen Netzwerke bieten hier wunderbare Möglichkeiten. Die meisten Menschen verbringen aufgrund der Kontaktbeschränkungen wieder deutlich mehr Zeit in den sozialen Medien und sind somit dort gut erreichbar. Zudem ist auch der Bedarf nach aktuellen Informationen und Orientierung nach wie vor hoch. Doch ein Livegang – insbesondere wenn es um eine Sprechstunde mit dem OB oder Verantwortlichen aus der Stadt geht, will gut vorbereitet sein.

Tipp 1 – Vorbereitung

Beginnen Sie spätestens zwei Wochen vor dem angesetzten Termin alle zwei bis drei Tage über die zur Verfügung stehenden Social Media Kanäle darauf aufmerksam zu machen.

Tipp 2 – Wiederholung ist wichtig

Story-Formate eignen sich gut für regelmäßige Wiederholungen. Denken Sie dabei daran: Die Stories an sich sind immer nur 24 Stunden sichtbar und werden nie von 100 Prozent der Fans und Follower gesehen. Und Menschen brauchen mehrere Kontaktpunkte, bevor sie sich dazu entscheiden, an einer Veranstaltung teilzunehmen – auch wenn sie online stattfindet.

Tipp 3 – Inhalte zum Teilen zur Verfügung stellen

Ergänzen kann man das Ganze noch mit einem Post pro Woche, der dauerhaft stehen bleibt. Der Vorteil hier ist nämlich, dass dieser einfach geteilt werden kann. So können Ihre Fans auch andere darauf hinweisen, dass die Online-Sprechstunde stattfindet.

Tipp 4 – Vorab Fragen sammeln

Sammeln Sie vorab fleißig Fragen aus der Bürgerschaft. Dafür stehen auf Instagram und Facebook eigene „Sticker“ bereit, die Ihnen das erleichtern. Bringen Sie diese ebenfalls alle zwei bis drei Tage in den Stories unter. Oft ist es hilfreich, ein bestimmtes Themenfeld vorzugeben oder bereits gestellte Fragen aufzulisten, um die Leute auf weitere Ideen zu bringen. Es animiert zusätzlich, wenn man sieht, dass andere bereits aktiv geworden sind.

Tipp 5 – Der richtige Ort

Überlegen Sie sich gut, wo Sie sitzen wollen und testen Sie verschiedene Varianten. Achten Sie dabei auf gute Lichtverhältnisse. Idealerweise sollten Sie mit dem Gesicht einem Fenster zugewandt sitzen, durch das aber kein direktes Sonnenlicht auf Sie fällt. Alternativ gibt es auch sogenannte „Softboxen“, die für gutes Licht sorgen. Testen Sie auch den Klang. Sollte der Ton hohl klingen, können Sie mit Kissen und Decken auf dem Boden (die nicht im Bild zu sehen sind) etwas nachhelfen. Auch Ansteck- oder Bluetooth-Mikrofone für Smartphones können eine hilfreiche Ergänzung sein

Tipp 6 – Ein guter Einstieg

Bereiten Sie die Begrüßung gut vor. Ihre Fans und Follower bekommen die Nachricht, dass Sie gerade live gehen häufig ein wenig zeitversetzt. Es ist also sinnvoll die ersten 3-4 Minuten mit einer Begrüßung und vielleicht einem persönlichen Statement zu den aktuellen Entwicklungen überbrücken zu können. Kurze persönliche Geschichten sorgen für mehr Sympathie und eine offenere Gesprächsatmosphäre.

Tipp 7 – Moderation

Holen Sie sich aktive Unterstützung in Form einer Moderation „hinter der Kamera“. So können Sie zum einen wirklich einer realen Person in die Augen blicken und sich zum anderen beim Beantworten der Fragen wirklich auf den Inhalt und Ihr Statement konzentrieren. Die Moderation übernimmt derweil die Überwachung der Kommentare und notiert sich die live aufkommenden Fragen und gibt sie entsprechend an Sie weiter. So können Sie sich ganz auf Ihren Auftritt fokussieren.

Über die Autorin

Daniela Vey ist Social-Media-Beraterin. Die Themen Web, Coporate Identity und soziale Medien sind ihr Steckenpferd. Zudem gibt sie Social-Media-Kurse und moderiert die Allfacebook Conference.

In der Kolumne "Social Media in Kommunen" des Staatsanzeigers gibt sie Akteuren der öffentlichen Verwaltung Tipps und Tricks im richtigen Umgang mit den sozialen Netzwerken Facebook, Twitter, Instagram und Co.


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