− Anzeige −
− Anzeige −

Virtuelle Suchmaschine Pinterest: Ideen für Städte und Gemeinden

15.10.2020 
Redaktion
 
Foto: dpa/NurPhoto

Laut Daniela Vey bietet Pinterest für Kommunen viele Möglichkeiten, sich zu präsentieren. Foto: dpa/NurPhoto

STUTTGART. „Pinterest“ ist ein Netzwerk, das Städte und Gemeinden bisher nicht wirklich auf dem Plan hatten. Dabei bietet es in einigen Bereichen wirklich tolle Möglichkeiten. 

Der Name setzt sich aus den Begriffen „pinnen“, beziehungsweise „Pinnwand“ und „Interesse“ zusammen. Das beschreibt die Funktion ziemlich perfekt: Nutzer können Pinnwände - sogenannte Boards - zu verschiedenen Themen erstellen und sich Bilder merken - sowohl von Websites direkt als auch aus den Bildern, die bereits auf Pinterest vorhanden sind und eine Beschreibung ergänzen. Man kann sich einfach von den Vorschlägen inspirieren lassen, die auf Basis der bisherigen Pins erstellt werden oder konkret nach Themen und Schlagworten suchen. 

Pinterest unterscheidet sich von sozialen Netzwerken wie Facebook oder Instagram. Es geht um Inspirationen und das Entdecken von Inhalten. In der Vergangenheit hat sich Pinterest vor allem als Trafficlieferant etabliert - also Besucher auf die eigene Website gebracht. Es bringt im Schnitt acht bis zehn Mal so viele Besucher auf die Website wie Facebook oder Instagram. Das liegt unter anderem an der engen Verbindung zu Webseiten. Jedes Bild, dass gepinnt wird, bleibt mit seinem Ursprungsort fest verbunden. 

Mögliche Einsatzgebiete für Städte und Gemeinden könnten sein:

Hochzeit

Viele junge Frauen planen mit Hilfe der Boards ihre Hochzeit. Wenn Sie also besondere Orte und Möglichkeiten haben, Paare zu trauen, ist Pinterest ein wunderbarer Ort, diese vorzustellen und besser auffindbar zu machen.

Urlaub 

Nicht nur Hochzeitsreisen, sondern auch Familienurlaube planen viele junge Frauen und Mütter mit Hilfe von Pinterest. Sie legen sich Sammlungen von Orten, Sehenswürdigkeiten und Unterkünften an, die sie attraktiv und besuchenswert finden. Gerade in Corona-Zeiten, die internationale Reisen erschweren, eine sehr gute Möglichkeit, um mehr Gäste in die Region zu locken.

Wochenend-Aktivitäten

Sightseeing mit Freunden, eine schöne Wanderung zu zweit oder Abenteuer mit Kindern - auf Pinterest lassen sich wunderbar die unterschiedlichsten Aktivitäten, Touren und Sehenswürdigkeiten der Region vorstellen. Vielleicht kann man sich ja auch mit dem Landkreis, Tourismusverband oder anderen Gemeinden der Region zusammentun und gemeinsam Werbung machen und passende Inhalte zusammen stellen. So muss man die Inhalte nicht alleine erstellen, sondern zieht gemeinsam an einem Strang.

Wohnort

Welche Orte in Deutschland sind nicht nur liebens- sondern auch lebenswert? Durchaus eine Frage, für die auch hier viel an Infos und Material auf Pinterest gesucht wird. Gerade für junge Familien steht oft mit dem Nachwuchs auch ein Umzug an, da mehr Raum benötigt wird und sich die Bedürfnisse verschieben. Statt abwechslungsreichem Nacht- und Kulturleben, stehen plötzlich Naturnähe und Kindergärten an erster Stelle. Zeigen Sie Ihre Stadt von der besten Seite und stellen Sie heraus, warum es sich lohnt, gerade hier Neubürger zu werden. 

Stadtmarketing

Auch für das Stadtmarketing ist es ein attraktives Netzwerk: Hier kann man gemeinsam mit Einzelhändlern, Hotellerie und Gastronomie auf Leckereien und andere attraktive Angebote aufmerksam machen. Es ist eine wunderbare Chance zu zeigen, wie vielfältig das Angebot vor Ort ist.

Hier noch ein paar Praxisbeispiele:

Stuttgart Tourismus

Stadt Halberstadt

Tourismus Vorarlberg 
Ruhr Tourismus 

Visit Norway

Wirklich neu ist die visuelle Suchmaschine übrigens nicht. Sie wurde 2010 gegründet und hat derzeit 416 Millionen aktive Nutzer weltweit. In Deutschland nutzen rund zehn Millionen Menschen den Dienst und speichern jeden Monat über vier Millionen Inhalte. Alleine im letzten Jahr gab es laut Pinterest-Statistik ein Wachstum um knapp 40 Prozent. Es ist ein junges und vor allem weiblich geprägtes System, denn 69 Prozent der Mitglieder sind Frauen und 55 Prozent  zwischen 18 und 34 Jahre alt. Mütter sind dabei eine aktivsten Zielgruppen und machen fast ein Drittel der gesamten Nutzerschaft in Deutschland aus.

Zwei Milliarden Suchanfragen werden jeden Monat auf Pinterest durchgeführt. Allgemeine und breitere Suchanfragen dominieren dabei und bieten somit viele Optionen.

Über die Autorin

Daniela Vey ist Social-Media-Beraterin. Die Themen Web, Corporate Identity und soziale Medien sind ihr Steckenpferd. Zudem gibt sie Social-Media-Kurse und moderiert die Allfacebook Conference.

In der Kolumne "Social Media in Kommunen" des Staatsanzeigers gibt sie Akteuren der öffentlichen Verwaltung Tipps und Tricks im richtigen Umgang mit den sozialen Netzwerken Facebook, Twitter, Instagram und Co.


− Anzeige −

Kontakt

Ihre Ansprechpartnerin in der Redaktion

Redaktionsassistentin Staatsanzeiger
Doris Kugel
Telefon: 07 11.6 66 01-290
E-Mail senden

Unser Team

Ihr Kontakt zu unseren Redakteurinnen und Redakteuren

Zum Team

Umfrage

Sollen Corona-Kontrollen im Privatbereich durchgeführt werden?

Umfrage ist nicht repräsentativ.

Praktikums-Tagebuch

Studierende der Hochschulen für öffentliche Verwaltung Kehl und Ludwigsburg berichten über ihr Praktikum im Rahmen des Praxisjahrs im Vertiefungsschwerpunkt Kommunalpolitik/ Führung im öffentlichen Sektor beim Staatsanzeiger. 

Zum aktuellen Tagebuch

Der Kommunal-Newsletter

Wissenswertes zu kommunalpolitischen Themen für Sie als Gemeinderat/Gemeinderätin mit einem wöchentlichen Newsletter direkt in Ihr E-Mail-Postfach. Abonnieren Sie jetzt den 
Kommunal-Newsletter.

Newsletter abonnieren

− Anzeige −