Symposium 2018 — Nachbericht

Wie Kommunikation mit dem vernetzten Bürger gelingt

Die Sozialen Medien spielen in der Kommunikation eine besondere Rolle. Es stellt sich nicht mehr die Frage, ob die öffentliche Verwaltung in den Sozialen Medien vertreten ist, sondern wie. So das Ergebnis des diesjährigen Symposiums des Staatsanzeigers „Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in der Verwaltung“.

Wie kann Kommunikation mit dem vernetzten Bürger von heute gelingen? Welche Chancen und Möglichkeiten eröffnen die Sozialen Medien der Öffentlichen Verwaltung? Dieser Frage gingen über 160 Teilnehmer des ausgebuchten Staatsanzeiger Symposiums am vergangenen Montag in der IHK Stuttgart nach.

Breda Nußbaum, Chefredakteurin des Staatsanzeigers, stellt fest, dass „wir alle, die mit Presse- und Öffentlichkeitsarbeit befasst sind oder in der – zumindest kommunalen – Öffentlichkeit stehen, gar nicht mehr anders können, als uns mit den Sozialen Medien zu befassen.“ Auf dem Symposium vor fünf Jahren habe man sich noch die Frage gestellt, ob es Risiken oder Chancen für die öffentliche Verwaltung in den Sozialen Medien gebe. Heute ginge es nicht mehr darum, ob man die Sozialen Medien nutze, sondern nur noch darum, wie man dort seine Position vertreten könne.

Für die Positionen gelten allerdings rechtliche Rahmenbedingungen, die Carsten Ulbricht, der sich als Rechtsanwalt auf das Internetrecht spezialisiert hat, im Impulsvortrag darlegte. „Ich möchte keine Panik schüren, sondern Ihnen ein Gefühl geben für rechtliche Themen wie Urheberrecht, Datenschutz, Persönlichkeitsrecht, Recht am eigenen Bild und Arbeitsrecht.“ Er gab den Teilnehmern praktische Tipps und den Hinweis, sich den 25. Mai diesen Jahres vorzumerken.

Denn dann tritt die Datenschutzgrundverordnung in Kraft und damit strengere Anforderungen in Bezug auf den Datenschutz. Ulbricht empfiehl einen Handlungsrahmen für die Benutzung von Sozialen Medien durch öffentliche Stellen und machte aufmerksam auf ihre Vorbildfunktion. Dass über letzteres kontrovers diskutiert werden kann, zeigt Boris Palmer, Oberbürgermeister von Tübingen, in seinem Vortrag. Palmer, der immer wieder mit seinen Einträgen auf Facebook für Aufsehen sorgt, stellt zu Beginn klar, dass seine Seite ihm als öffentliche Person gehört.

Den vollständigen Bericht lesen Sie in der Ausgabe 8 des Staatsanzeigers auf Seite 8.  


Stimmen zum Symposium 2018

   

Verena Fürgut, Persönliche Referentin des Oberbürgermeisters, Stadt Biberach/Riß

Ich finde es war ein sehr interessantes und aber auch gegensätzliches Symposium. Man hat viele unterschiedliche Stellungnahmen gehört: die rechtliche Seite, und das, was in der Praxis tatsächlich funktioniert. Wir haben festgestellt, dass wir schon vieles richtig machen, manches muss man vielleicht noch anpassen. Was für mich aber sehr deutlich wurde, ist der Spalt zwischen dem Legalen im Datenschutz und in der Praxis.

  

Jonas Goldau, Assistent des Oberbürgermeisters, Stadt Überlingen

Heute gab es für mich sehr viele Highlights. Ich kannte Herr Palmer nur aus den Nachrichten, fand es aber wahnsinnig interessant, ihn live zu erleben und wie er sich heute gibt. Ich kannte ihn nur als sehr kontrovers, da er immer mit Vollgas postet. Das zweite Highlight waren die Informationen zu den rechtlichen Hintergründen, da es hier viel zu beachten gibt. Ich nehme heute auf jeden Fall eine Menge mit. Die Stadt Überlingen hat keine eigene städtische Facebook-Seite, möchte aber gerne eine. Lediglich der Bürgermeister ist privat auf Facebook.

 

     

Ina Klein, Stellvertretende Pressesprecherin, Stadt Bietigheim-Bissingen

Ich habe heute mitgenommen, dass unsere Stadt schon sehr gut aufgestellt ist in Sachen Social-Media. Zum anderen gab es auch immer wieder Informationen, wie unsere Stadt ihre Auftritte verbessern kann und neue Informationen, wie man seine Kanäle besser aufstellen kann. Eine der wichtigsten Erfahrungen heute war die Entwicklung in Richtung WhatsApp: Was man da alles machen kann und wie. Die Veranstaltung war supergut organisiert. Sie ist eine meiner Lieblingsveranstaltungen im Jahr. Wenn ich es zeitlich einrichten kann, besuche ich das Symposium des Staatsanzeigers immer wieder.

    

Stephanie Meyer, Büroleiterin des Oberbürgermeisters, Stadt Waldshut-Tiengen

Vor allem die Diskussion über einen städtischen Facebook-Kanal im Vergleich zu einem Kanal des Oberbürgermeisters war ein Thema, das für mich interessant war. Bisher sind wir nur auf Facebook. Die Resonanz ist da noch nicht so groß, eher 15 bis 20 „Likes“, das habe ich auch schon von anderen hier gehört, denen es da ähnlich geht.  Ich besuche heute noch das Fachforum „Basiswissen“ und das zu Facebook. Bisher finde ich es megainteressant. Das sind hier alles neue Einblicke für mich.

   

Uwe Seibold, Bürgermeister, Gemeinde Kirchheim am Neckar

Ich fand es sehr interessant, gerade die unterschiedlichen Herangehensweisen, die Sichtweisen und die rechtlichen Fallstricke die es gibt, die mir teilweise so in der Form noch nicht bewusst waren. Ich denke insgesamt ist es ein Feld, das man beackern sollte und muss, weil das einfach zur heutigen Zeit dazugehört, gerade wenn man die jüngere Bevölkerungsschicht anders nicht mehr erreicht. Wir sind eine kleinere Kommune mit ca. 6.000 Einwohnern und es ist eine gewisse Herausforderung, das dann auch tagesaktuell zu machen. Bisher haben wir nur die eigene Internetseite um zu informieren.

  

Jochen Winkler, Bürgermeister, Gemeinde Neckarwestheim

Ich will mir einen Überblick darüber verschaffen, was gemacht und was empfohlen wird, um da einzusteigen. Ich poste ab und zu mal etwas, aber sehr rudimentär. Für mich ist es ein wichtiges Thema, denn einen Teil der Bevölkerung bekomme ich über das alteingesessene Amtsblatt nicht mehr. Wenn man da nicht dranbleibt wird die Gruppe, die man gar nicht mehr erreicht, immer größer. Und ich denke, wenn man es macht, soll man es gleich richtig machen. Nun möchte ich mich informieren, auf was man aufpassen muss, wo es rechtliche Hemmnisse gibt und wie man am besten anfängt.



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