Kritik und Lob für den Entwurf der neuen Landesbauordnung
Unter der Überschrift „Schnelleres Bauen“ hat das Kabinett den Entwurf für eine Reform der Landesbauordnung vorgestellt. Aus der Bauwirtschaft Baden-Württemberg kommt überwiegend Zustimmung zu dem 15 Punkte umfassenden Maßnahmenkatalog, der Städtetag und die Architektenkammer beurteilen diesen dagegen eher kritisch.
Jürgen Schmidt
Lehm als Baustoff: Ein Tausendsassa für die Architektur der Zukunft
Einst war Lehm auch hierzulande der Baustoff Nummer eins. Mit dem Aufkommen anderer Materialien wie Glas, Stahl und Beton geriet er fast in Vergessenheit. Seit einiger Zeit wird er als nachhaltiges Baumaterial, aber auch als trendiges Stilmittel wiederentdeckt. Auch das Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen sieht sein Potenzial und lobt einen Preis aus.
Nun ist das große Paket geschnürt. In der letzten Kabinettssitzung vor der Sommerpause wurde die Bildungsreform verabschiedet. Und ein dickes Paket zur Entlastung der Wirtschaft und Kommunen. Während die Landesregierung von einem „großen Wurf“ spricht, sieht die Opposition aber nur „Formelkompromisse“.
DenkmalnetzBW soll baukulturelles und archäologisches Erbe schützen
Die Initiative DenkmalnetzBW hat einen Dachverband gegründet. Mehr als 240 Verbände, Vereine, Stiftungen und Unternehmen sowie Denkmaleigentümer sind mit dabei. Gemeinsam wollen den Erhalt des baukulturellen und archäologischen Erbes sichern.
Überall wo in diesen Tagen Cem Özdemir im Land auftaucht, fragen sich sofort alle: Erklärt er jetzt seine Kandidatur um die Kretschmann-Nachfolge? Natürlich hat er das bei der Landesarchitektenkammer nicht getan - aber mit seiner Rede einen so weiten Bogen gespannt, dass der Subtext klar war.
Strategiedialog "Bezahlbares Wohnen und innovatives Bauen“
Baubranche drängt auf schnelle Hilfe in der Not
Zwei Jahre nach dem Start des Strategiedialogs „Bezahlbares Wohnen und innovatives Bauen“ hat Ministerpräsident Winfried Kretschmann die Fachleute gelobt, die hier um Lösungen ringen. Zugleich warb er um Geduld. Schnelle Lösungen dürfe man nicht erwarten. Doch genau die fordern Baubranche, Architekten und Wohnungsunternehmen.
„Die Leute können die Dinge viel besser beurteilen, als wir denken“
Wäre Gisela Erler an ihrem 65. Geburtstag nicht ans Telefon gegangen, wäre es vielleicht nichts geworden mit der „Politik des Gehörtwerdens“. Das verriet der Ministerpräsident am Montag im Haus der Architekten und sagte der ehemaligen Staatsrätin für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung „ein ganz großes Danke“.
Die Architektenkammer, das Handwerk, die Bauwirtschaft, der Genossenschafts- und Sparkassenverband wollten mit Bauministerin Nicole Razavi (CDU) darüber reden, den darniederliegenden Wohnungsbau in Baden-Württemberg anzukurbeln. Eine gemeinsame Resolution kam allerdings nicht zustande.
Die Sonderregelung für die Auftragswertermittlung von Planungsleistungen ist entfallen. Die neue Rechtslage verpflichtet Vergabestellen, alle Auftragswerte zu addieren. Das hat Folgen: Kleinere und mittlere Büros fürchten um Aufträge. Auftraggeber müssen für Planungsleistungen weit mehr europaweite Ausschreibungen vornehmen als bisher. Der Vergabeexperte Martin Burgi hat nun eine Lösung vorgelegt.
In Stuttgart wird an diesem Freitag eine landesweite Plattform für den Dialog zwischen Denkmalbesitzern, Verbänden, Politik und Fachpartnern eingerichtet. Ziel ist die Vernetzung zwischen allen Akteuren.
Bei mehr als jedem zweiten Architekturbüro in Baden-Württemberg hat sich die wirtschaftliche Lage im vergangenen halben Jahr verschlechtert. Das zeigt eine Umfrage der Bundesarchitektenkammer. Betroffen sind besonders kleine Büros, die sehr stark auf den Wohnungsbau fokussiert sind. Bundesweit ist die Lage der Planer etwas besser.
Die Ampel-Regierung wollte eigentlich 400 000 neue Wohnungen pro Jahr in Deutschland bauen – ein bisher verfehltes Ziel. Nun plant das Bundesbauministerium eine Planungsliberalisierung. Das Echo ist vielstimmig.
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