Handwerk, Architekten und Baufinanzierer haben Zweifel an Scholz‘ Vorschlägen
Nach dem Wohnungsbaugipfel am Montag mit Bundeskanzler Scholz zweifeln Vertreter von Baubranche und Banken, ob der 14-Punkte-Plan der Ampel auch umgesetzt wird. Sie fordern ein Krisengespräch auch in Baden-Württemberg, um weiteren Druck auf den Bund aufzubauen. Zudem sehen sie auch die Landesregierung in der Pflicht, rasch Maßnahmen auf den Weg zu bringen, um den Absturz des Bausektors zu verhindern. Dazu gehört vor allem eine Absenkung der Grunderwerbsteuer.
Wohnungsbau: Bauministerin Razavi lehnt einen Rettungsschirm ab
Die Architektenkammer Baden-Württemberg (AKBW) hatte vor einigen Wochen gemeinsam mit der Internationalen Bauausstellung IBA 27 einen Rettungsschirm für Wohnbauprojekte gefordert, die kurz vor der Realisierung stehen. Doch Baden-Württembergs Bauministerin Nicole Razavi lehnt das ab.
Digitaler Bauantrag: „Es wird spürbar werden, dass die Dinge einfacher werden“
Nach der aktuellen Landesbauordnung können Bauanträge und Bauvorlagen zwar elektronisch eingereicht werden. Sie werden aber nicht durchgehend digital bearbeitet und landen oftmals wieder in Papierform auf dem Schreibtisch. Ab 1. Januar 2025 soll dies ausgeschlossen sein. Dann soll alles digital und schneller gehen.
Die Materie ist komplex. Es geht um einfacheres Bauen, um beschleunigte Verfahren, aber auch um schwierige rechtliche Fragen wie die der Haftung. Auch Nicole Razavi (CDU), Baden-Württembergs Bauministerin, liebäugelt mit der neuen Gebäudeklasse „E“.
Konzeptvergabe: Wie Kommunen Wohnraum mit einem städtebaulichen Mehrwert schaffen
Die Konzeptvergabe ist ein spannendes Modell, wenn Kommunen Baugelände oder Gebäude besitzen, die sie einer privaten Baugruppe oder Genossenschaft zugänglich machen können. Diese besondere Form bietet die Möglichkeit, Wohnraum mit städtebaulichem Mehrwert zu schaffen, bei dem die spätere Rendite eines Investors nicht das Maß aller Dinge ist.
Ausschreibungen: Verbände erwarten deutlich weniger Angebote
Steigende Preise und weniger Angebote – damit dürften Vergabestellen auch im kommenden Jahr kämpfen. So schätzen es zumindest Experten im Land ein. Immer wieder wird von Verbänden aber auch betont, dass die zunehmende Bürokratie die Anbieter ausbremse.
Leistung statt Preis: Ingenieure verlangen mehr Gewicht für Planungsqualität
Architekten und Ingenieure kritisieren die weitgehende Orientierung am Preis bei der Vergabe öffentlicher Planungsaufträge. Angesichts der großen Herausforderungen im Wohnungsbau sowie bei Infrastruktur und Energiewende fordern sie, Zuschlagskriterien stärker an der Qualität von Planungsleistungen auszurichten.
Adaptives Bauen: Bewegliche Häuser als Zukunft des Bauens
Es ist das erste Projekt der Internationalen Bauausstellung 2027 in Stuttgart, dass fertiggestellt wurde: Das Forschungshochhaus D 1244 auf dem Universitätscampus in Stuttgart-Vaihingen. In den nächsten Jahren wollen Wissenschaftler aus 14 Instituten dort gemeinsam neue Materialien und Technologien für den Bau entwickeln, um den Ressourcenverbrauch für Gebäude drastisch zu reduzieren.
Am 31. Januar findet in Stuttgart wieder der Vergabetag Baden-Württemberg statt. Seit 2012 ist der Staatsanzeiger Mitveranstalter dieser deutschlandweit größten Veranstaltung zum Vergaberecht für Architekten und Ingenieure. Baden-Württembergs Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut hat die Schirmherrschaft des mittlerweile 18. Vergabetags übernommen.
Stuttgart. Der Landtag hat am Donnerstag ein „Gesetz zur Änderungen der Landesbauordnung (LBO)“ auf den Weg gebracht. Zweck war die Umsetzung von Europarecht. Wie Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) erläuterte, sind davon Produkte, Baustoffe, Bauteile und Anlagen betroffen. Es gehe nicht um strittige Fragen der LBO, wie Dachbegrünung oder Fahrradstellplätze, erläuterte die Grünen- Abgeordnete Bettina Lisbach, […]
Architekten und Stadtplaner studieren künftig vier Jahre
Stuttgart. Architekten, Innenarchitekten, Landschafts- und Stadtplaner müssen künftig mindestens vier Jahre lang studieren. Der Landtag verabschiedete am Mittwoch in zweiter Lesung einstimmig die Änderung des Architektengesetzes. Auslöser dafür war die EU-Berufsqualifikations-Richtlinie, die diese Mindeststudiendauer vorschreibt, damit die Ausbildung baden-württembergischer Architekten und Stadtplaner in den Mitgliedsstaaten der EU anerkannt wird. Die bisherigen Garten- und Landschaftsarchitekten werden […]
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