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Aktuelle Ausgabe

Titel Schlösser 3|2017

Schlösser 3|2017

Die mit kostbaren Materialien ausgestattete Schlosskirche zum Heiligen Kreuz in Rastatt ist wieder zugänglich! Fast 20 Jahre lang war das Gotteshaus geschlossen. Jetzt hat die Staatliche Bauverwaltung dieses authentische Zeugnis barocker Frömmigkeit gesichert und restauriert.

Saniert wurde auch das Priesterhaus auf den Württemberg. In der toskanischen Villa befindet sich jetzt das Besucherzentrum für die nahegelegene Grabkapelle. Historische Gebäude sind laufend Gegenstand von Forschungen. So auch Schloss Weikersheim und sein barocker Garten. Seit 50 Jahren ist es im Besitz des Landes Baden-Württemberg. - Im Jubiläumsjahr der Reformation wird an Persönlichkeiten erinnert, die damals eine Rolle spielten. Wie der fast vergessene Ambrosius Blarer, einst Mönch im Kloster Alpirsbach.

 

 

 


Leseprobe

Halbedelsteine und Elfenbein

RASTATT. Samstag, 21. Oktober 1775: In einer feierlichen Prozession ziehen die Piaristen vom Sanktuarium in die nebenan gelegene Schlosskirche zum Heiligen Kreuz. Es ist der vierte Todestag von August Georg Simpert. Zu diesem Anlass überführen die Priester wertvolle Objekte aus dem persönlichen Besitz August Georgs in die Kirche – darunter ein kostbares Reliquienkästchen.

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Aus dem Inhalt

Die Rastatter Schlosskirche zum Heiligen Kreuz (Foto: Vermögen und Bau B. W. Amt Pforzheim, Dirk Altenkirch)
Die Rastatter Schlosskirche zum Heiligen Kreuz (Foto: Vermögen und Bau B. W. Amt Pforzheim, Dirk Altenkirch)

Authentisches Zeugnis barocker Frömmigkeit

In Rastatt steht die älteste Barockresidenz am Oberrhein. Ein einzigartiges, vollständig erhaltenes Zeugnis aus dem 18. Jahrhundert. Seit wenigen Tagen ist auch die Schlosskirche zum Heiligen Kreuz im Rahmen von Führungen wieder zugänglich. Nachdem dieses besondere Gotteshaus von der Staatlichen Bauverwaltung gesichert und restauriert wurde, können Besucherinnen und Besucher dort die Frömmigkeit des Barock und den Geschmack der Bauherrin, der Markgräfin Sibylla Augusta, authentisch nachvollziehen.

Der Barockgarten der Weikersheimer Schlossanlage (Foto: SSG, Sonja Wünsch)
Der Barockgarten der Weikersheimer Schlossanlage (Foto: SSG, Sonja Wünsch)

Schloss Weikersheim: 50 Jahre beim Land

Zu den großen Glückfällen gelungener Kulturpolitik zählt der Erwerb des Schlosses Weikersheim, das seit 1967 in Landesbesitz ist. Kein entkerntes Bauwerk, sondern ein intaktes Ensemble stand damals zum Angebot. Seither hat sich viel getan, so präsentiert sich der Barockgarten seit 1997 wieder in der Form, die er um 1750 hatte. Und die Schlossräume sind nach den erhaltenen Inventaren mit Originalmöbeln eingerichtet. Eine Fachtagung soll 2018 weitere Erkenntnisse zum Schloss bringen.

Im ehemaligen Priesterhaus ist jetzt das Besucherzentrum zur Grabkapelle auf dem Württemberg (Foto: SSG, Günther Bayerl)
Im ehemaligen Priesterhaus ist jetzt das Besucherzentrum zur Grabkapelle auf dem Württemberg (Foto: SSG, Günther Bayerl)

Zeitgemäßer Empfang

Die Grabkapelle auf dem Württemberg ist eines der beliebtesten Ausflugsziele in der Region Stuttgart. Der Standort des klassizistischen Baus, umgeben von Weinbergen, bietet einen herrlichen Blick über die Stadt und das Neckartal. Bislang fehlte ein angemessenes Entree zu dem außergewöhnlichen Monument, dem Mausoleum der Königin Katharina von Württemberg. Im ehemaligen Priesterhaus, im Stil einer toskanischen Villa errichtet, ist nun ein modernes Servicezentrum entstanden.

Der Kreuzgang des Klosters Alpirsbach (Foto: SSG, Markus Schwerer)
Der Kreuzgang des Klosters Alpirsbach (Foto: SSG, Markus Schwerer)

Reformation im Südwesten

Ambrosius Blarer, heute fast vergessen, zählte zu den markanten Köpfen der Reformation im deutschen Südwesten. Er lebte als Mönch in der Benediktinerabtei Alpirsbach, wirkte als Theologe, Dichter von Kirchenliedern und Reformator in Konstanz, im südlichen Teil des Herzogtums Württemberg und in der Schweiz. Mit den Schriften Luthers hatte er sich intensiv auseinandergesetzt, engagierte sich aber schließlich für die Reformation Schweizer Prägung.

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