Aktuelle Ausgabe

Hof der Stuttgarter Wilhelma im maurischen Stil mit Brunnen. Kolorierte Lithografie des Baumeisters Ludwig von Zanth, um 1855

Schlösser 2|2018

Unser Titelbild macht die Orientbegeisterung des württembergischen Königs Wilhelm I. sichtbar. Die Lithografie zeigt einen Innenhof der „Wilhelma“ in Stuttgart. Diesen Namen bekam im 19. Jahrhundert das Maurische Landhaus, der Rückzugsort des Regenten.

Das Jahresmotto der Staatlichen Schlösser und Gärten „Von Tisch und Tafel“ greifen wir mit den Themen Hofhaltung im historischen Hohenlohe und Klosterkost in Maulbronn auf. Die neue Folge über das Keramikmuseum stellt die Majolikasammlung in Schloss Ludwigsburg vor. Lesen Sie nach, welche Rolle der badische Gartendirektor Johann Michael Zeyher für den Schlossgarten Schwetzingen spielte und was es mit einem Kinderporträt des Kurfürsten Carl Theodor von der Pfalz auf sich hat.

Und: aus 25 Jahren Magazin Schlösser präsentieren wir 25 Exponate!

 

 

 


Leseprobe

Im Kloster aufgetischt

MAULBRONN. „Von Tisch und Tafel“, so lautet das Themenjahr der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg. Ein Aspekt ist die klösterliche Kost im Mittelalter. Was kam bei den Mönchen auf den Tisch? „Das Kloster soll, wenn möglich, so angelegt werden, dass sich alles Notwendige, nämlich Wasser, Mühle und Garten, innerhalb des Klosters befindet...." Diese Regel des heiligen Benedikt war im UNESCO-Welterbe Maulbronn erfüllt.

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Aus dem Inhalt

Das Maurische Landhaus in der Wilhelma, eingerahmt von historischen Pfingstrosen (Foto: Wilhelma Stuttgart, Harald Knitter)
Das Maurische Landhaus in der Wilhelma, eingerahmt von historischen Pfingstrosen (Foto: Wilhelma Stuttgart, Harald Knitter)

Persönlicher Rückzugsort im maurischen Stil

Wenn der Name „Wilhelma“ fällt, gilt der erste Gedanke dem Stuttgarter Zoologisch-Botanischen Garten. Nur Wenige wissen, dass sich hier einst ein außergewöhnliches Schlossensemble befand. Entstanden durch die Orientbegeisterung des württembergischen Königs Wilhelm I. Die Wilhelma war wohl die persönlichste Schöpfung eines Monarchen. Die kolorierten Lithografien des Architekten von Zanth und Schwarzweißfotos aus dem frühen 20. Jahrhundert geben einen Eindruck von der einstigen Pracht.

Süße Früchtchen aus der Wanddekoration des Rittersaals im Schloss Weikersheim (Foto: SSG, Günther Bayerl)
Süße Früchtchen aus der Wanddekoration des Rittersaals im Schloss Weikersheim (Foto: SSG, Günther Bayerl)

Hofhaltung und Feste in Hohenlohe

Drei Gänge mit jeweils 14 Speisen wurden 1584 zur Taufe des kleinen Philipp Ernst, Sohn des Grafen Wolfgang II. von Hohenlohe, den hochrangigen Gästen serviert. Der Bau des neuen Residenzschlosses in Weikersheim hsatte gerade begonnen. Graf Wolfgang residierte zu dieser Zeit u. a. in Langenburg, wo auch die Taufe stattfand. Was im historischen Hohenlohe auf den Tisch kam ist nachvollziehbar, weil sich im Hohenlohe-Zentralarchiv Neuenstein Aufzeichnungen zu Hofhaltung und Festen erhalten haben.

Blieb unter Zeyher erhalten: der kleine Weiher mit Insel (Foto: SSG, Lisa-Katharina Gagel)
Blieb unter Zeyher erhalten: der kleine Weiher mit Insel (Foto: SSG, Lisa-Katharina Gagel)

Ein „genialischer Naturmaler“

Vor 175 Jahren starb der Botaniker und Gartendirektor Johann Michael Zeyher. Er zeichnete für die badischen Hofgärten verantwortlich. Sein Hauptaugenmerk galt dabei dem Schlossgarten Schwetzingen. Zeitgenossen bezeichneten ihn in seinem Nachruf als „genialischen Naturmaler“. Er trat das Erbe von drei bedeutenden Gartengestaltern an und entwickelte es weiter, ließ z. B. eine Gehölzsammlung anlegen (Arboretum) und wandelte das „große Becken“ im Schlossgarten in einen „natürlichen“ Weiher um.

Der kleine Carl Theodor mit acht Jahren (Foto: SSG)
Der kleine Carl Theodor mit acht Jahren (Foto: SSG)

Kleiner Fürst mit rotem Samttuch

Ein Kinderbildnis des späteren Kurfürsten Carl Theodor von der Pfalz (1724 – 1799) kann seit wenigen Monaten im Trabantensaal des Schlosses Mannheim besichtigt werden. Es stammt vermutlich aus der Hand des Hofmalers Jan Philip van der Schlichten. Darstellungen fürstlicher Personen im Kindesalter gibt es selten. Besonderheiten des Porträts sind die Details: die herrschaftliche Architektur im Hintergrund oder der Helm mit den Verzierungen, die einer Krone gleichen.

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