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Zauberhafte Heckengärten

HOHENSTADT. Es kann durchaus vorkommen, dass der Chef des Hauses für den Gärtner gehalten wird, wenn er selbst Hand anlegt und den Heckengarten von Schloss Hohenstadt in Form bringt. 7000 Pflanzen, die zu Gängen und Beetumrandungen, Fenstern und Durchlässen zugeschnitten werden müssen, bedürfen aufwendiger Pflege.

Es sind vor allem heimische Hainbuchen und Buchsbaum, die dem Hohenstadter Heckengarten sein barockes Gesicht verleihen. Begrenzt vom Fruchtkasten auf der einen und dem 1760 erbauten Lusthaus mit Fresken und Kuppelgemälde auf der anderen Seite, bildet der seit 1982 unter Denkmalschutz stehende Garten ein „kleines Versailles“. Wer vorbei an Beeten mit üppiger Blumenpracht und durch die Kugelbaumallee spaziert, würde sich nicht wundern, wenn aus einem der abzweigenden Gänge plötzlich ein barock gekleidetes Paar erschiene. Der Heckengarten, der zu den ältesten in Deutschland zählt, war 1756 durch Joseph Anselm Adelmann nach französischem Vorbild angelegt worden. Aber es existierte hier schon im 16. Jahrhundert eine Gartenanlage.

Wahrscheinlich wurde das Dorf als „Hummstadt“ 1147 das erste Mal urkundlich erwähnt. Es gab die „Burg und Veste Hochstatt“, deren Erscheinungsbild sich im Lauf der Jahrhunderte veränderte. Eine Vierflügelanlage mit fünf Türmen und Graben entstand. 1407 erwarb sie Conz Adelmann von Adelmannsfelden mit seinem Sohn Hans. Durch Tod und Verkauf gingen Dorf und Burg dem Adelsgeschlecht noch einmal verloren, doch 1530 gelangte das Anwesen erneut in dessen Besitz und ist es bis heute geblieben. Seit 2013 liegt die Verantwortung dafür in den Händen von Reinhard Graf Adelmann und seiner aus den USA stammenden Frau Anne.

Im 18. Jahrhundert wurde die Burg zu einem barocken Schloss mit 65 Zimmern, einem dreistöckigen Dachboden und einem riesigen Gewölbekeller ausgebaut. Die Geschichte und das Vermächtnis der gräflichen Familie Adelmann wird in der Beletage besonders greifbar, wo in den schön gestalteten und meist noch original erhaltenen Räumen zahlreiche Gegenstände aus dem Besitz mehrerer Generationen gezeigt werden. Höhepunkt der Etage ist das Porzellanzimmer.

Aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts stammt die barocke Wallfahrtskirche Mariä Opferung. Seit 1652 befand sich eine Statue des heiligen Patrizius in der Vorgängerkirche, die die Wallfahrer anzog. Als die Chorturmkirche zu klein wurde, hat man sie unter Wilhelm VIII. Adelmann abgerissen. Die zwischen 1708 und 1711 neu errichtete Kirche, für die der Voralberger Baumeister Christian Jochum bestellt wurde, beeindruckt in ihrem weißgehaltenen einschiffigen Innenraum durch reiche Stuckausstattung.

Hoch über dem Kocher, mitten in der Hügellandschaft der Ostalb gelegen ist Schloss Hohenstadt ein Ausflugsziel, das zu jeder Jahreszeit seine besonderen Reize hat.

Den Beitrag von Andrea Hahn lesen Sie in voller Länge in Schlösser 2│2019.

SERVICE

Schloss Hohenstadt
Amtsgasse 10
73453 Hohenstadt

Informationen:
Telefon 07366│964 9527
Mobil 0173 3746113
Reinhard(at)GrafAdelmann.de
www.GrafAdelmann.de

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