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Schlösser 1|2015

Barock in Baden-Württemberg: Die Staatlichen Schlösser und Gärten machen diese Epoche zu einem Schwerpunkt in diesem Jahr. Wir greifen die Idee auf und spüren dieser Zeit nach in Bruchsal, Salem und Schwetzingen: Es lohnt sich, Schloss Bruchsal genauer zu betrachten mit seinen fantastischen Illusionsmalereien, die plastische Dekorationen vortäuschen. Im neuen Salemer Schloss- und Klostermuseum begegnet einem die Leitfigur Theo. Sie geht zurück auf Philipp Theodor Poppele, der im 18. Jahrhundert in Schloss und Kloster eine außergewöhnliche Karriere machte. Ein Zeitgenosse, der „Cabinetts- und Landschaftsmaler“ Ferdinand Kobell, schuf zur selben Zeit in Schwetzingen Landschaftsgemälde für seinen Auftraggeber, Kurfürst Carl Theodor von der Pfalz.

 

 

 


Leseprobe

Eine Salemer Karriere: Es hat sich ein Dokument erhalten, das erstmalig einen Eindruck vom Leben eines Angestellten des Klosters Salem vermittelt. Dabei handelt es sich um einen Bilderzyklus von Philipp Theodor Popele (1756 – 1843), der wichtige Stationen seines Werdegangs in Zeichnungen festgehalten hat. Die farbigen Grafiken schildern sein Leben von der Geburt bis zur Hochzeit. Jedes der Bilder wurde vom Künstler mit einem kurzen erläuternden Text versehen.

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Prächtige Illusionsmalereien zieren die Fassaden (Bildnachweis: SSG, Achim Mende, Überlingen)

Schloss Bruchsal
An der Gestaltung der Fassaden und den Ausmalungen im Inneren des Schlosses trifft der Satz zu: es ist alles nur gemalt! Backsteine, Fensterrahmungen und Wandvorlagen entstanden durch geschickte Pinselführung. Ein Könner auf diesem Gebiet war der Freskomaler Giovanni Francesco Marchini, der es verstand, in barocker Manier beeindruckende Illusionen zu schaffen. Die ganze Pracht wurde vor 70 Jahren bei einem Bombenangriff auf die Stadt zerstört – und wiederaufgebaut. Derzeit beschäftigen sich Fachleute mit der Rekonstruktion der Beletage

Popele arbeitete als Lakai für den Abt (Bildnachweis: SSG, Maria Finsterlin)

Kloster und Schloss Salem
In Salem hat sich ein Dokument erhalten, das erstmals einen Eindruck vom Leben eines Angestellten des Klosters vermittelt. Es handelt sich um einen Bilderzyklus von Philipp Theodor Popele (1756 – 1830), der wichtige Stationen seines Lebens in Form von Zeichnungen festgehalten hat. Er kam als Schüler und Novize ins Kloster, schlug aber schließlich eine weltliche Laufbahn ein, arbeitete beispielsweise als Lakai für den Abt und Angestellter in der Finanzverwaltung. Es reichte, um seine große Familie zu ernähren.

Der ehemalige kurfürstliche Eiskeller (Bildnachweis: Norbert Lenhardt)

Schloss Schwetzingen
Nahe der ehemaligen Sommerresidenz von Carl Theodor von der Pfalz existiert noch der vom kurfürstlichen Hof genutzte Eiskeller. Im Winter eingelagertes Stangeneis aus dem großen Wasserbassin im Schlossgarten sorgte im 18. Jahrhundert für die Kühlung von Speisen und Getränken sowie für die Eisherstellung. Zudem diente der hohe Raum im Wasserturm als natürlicher Kühlschrank für die Schlossküche: an eiserne Haken hängte man Wildbret zum Reifen. Im Speisezimmer sorgten Gläserkühler für kalte Getränke im Sommer.

Arbeiten der Fürstin Antonia im nachgebauten Aquarellzimmer (Bildnachweis: Schloss Sigmaringen)

Schloss Sigmaringen
„Jede Blume ist ein richtiges Porträt, mit dem Herzen gemalt.“ Dieses Zitat wird der Fürstin Antonia von Hohenzollern (1845 – 1913) zugeschrieben. Der passionierten Malerin ist auf Schloss Sigmaringen die Ausstellung „Blühende Welten“ gewidmet, die noch bis zum 31. Mai gezeigt wird. - Es lohnt sich auch ein Besuch des nachgebauten Aquarellzimmers. Dort wird ein Teil der mehrere tausend Blätter umfassenden Sammlung Antonias präsentiert. Einige Arbeiten sind in die Wandvertäfelung eingebaut, weitere werden in Vitrinen gezeigt.

 

 

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