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Schlösser 1|2016
Die Arkaden im Innenhof des Stuttgarter Alten Schlosses.

Schlösser 1|2016

Herzog Christoph von Württemberg und Kurfürst Ludwig V. bauten in ihren Herrschaftsgebieten zur Zeit der Renaissance Paläste. Christoph zeichnet für den Umbau einer Alten Wasserburg in Stuttgart zu einer repräsentativen Residenz verantwortlich: das Alte Schloss entstand. Ludwig schuf in Schwetzingen einen neuen repräsentativen Palast, der heute den Kern des Schlosses bildet. Keramikfunde blieben als Relikte des höfischen Lebens erhalten. - In Schloss Mannheim wirkte im 18. Jahrhundert Paul Egell, ein Meister des frühen Rokoko. Der kurpfälzische Hofbildhauer schuf Werke von überragender Qualität. Der vierten historische Persönlichkeit, von der im Heft die Rede ist, blieb keine Zeit, um der Nachwelt Bedeutendes zu hinterlassen: Albrecht Ludwig Friedrich von Hohenlohe-Weikersheim starb mit nur 28 Jahren nach einem Reitunfall.

 

 

 


Leseprobe

Eine Illusion aus Seide

LUDWIGSBURG. Wo gut 200 Jahre lang das ausladende Bett von König Friedrich I. von Württemberg stand, klafft derzeit eine Lücke. Der seidene Baldachin schwebt, seiner Bezüge zur Einrichtung beraubt, verloren im Alkoven, der Bettnische. Aber bis Anfang 2019 wird im Appartement des Königs im Neuen Hauptbau des Schlosses Ludwigsburg wieder alles am ursprünglichen Ort stehen. Bis dahin legen Restauratoren Hand an.

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Aus dem Inhalt
Der Arkadenhof des Alten Schlosses in Stuttgart
Der Arkadenhof des Alten Schlosses in Stuttgart (Foto: LMW, H. Zwietasch)

Das Alte Schloss in Stuttgart
Die Ausstellung „Christoph – ein Renaissancefürst im Zeitalter der Reformation“ stellt den bedeutenden Herrscher im Landesmuseum Württemberg bis zum 3. April in den Fokus. Grund genug, sich seine einstige Residenz,  das Alte Schloss in Stuttgart, auch Schauplatz der Präsentation, genauer anzuschauen. Unter Christoph entstanden der Rittersaal in der Dürnitz, die Reitertreppe und die Schlosskirche als erster protestantischer Kirchenbau im Land. Vor allem aber die Renaissance-Arkaden im Innenhof, die zu den bedeutendsten Leistungen der süddeutschen Renaissance zählen.

Der sogenannte Ludwigsbau, die Nordseite des Schlosses
Der sogenannte Ludwigsbau, die Nordseite des Schlosses (Foto: SSG)

Schloss Schwetzingen
Der Vergangenheit auf der Spur: Bei Sanierungsarbeiten im Erdgeschoss des Schlosses wurde im Entree des Ludwigsbaus eine Zwischenwand entfernt und es kam ein großer geschlossener Raum zutage. Es handelte sich um die ehemalige Hofstube aus der Erbauungszeit des Palasts im 16. Jahrhundert, die zum gemeinsamen Essen genutzt wurde. Bei Grabungen entdeckte man Fragmente von Ofenkacheln, Scherben von Nuppengläsern und hunderte Trinkgefäße. Zur Zeit des Bauherrn Ludwig V. von der Pfalz muss es hier eine beachtliche Hofhaltung gegeben haben!

Stuckdetail von Paul Egell in Schloss Mannheim
Stuckdetail von Paul Egell in Schloss Mannheim (Foto: SSG)

Schloss Mannheim
Der Bildhauer und Stuckateur Paul Egell (1691-1752) gilt als Meister des frühen Rokoko. Der kurpfälzische Kurfürst Carl Philipp ernannte ihn 1721 zum Hofbildhauer. In Schloss Mannheim haben sich Spuren seines künstlerischen Schaffens erhalten. Egell schuf beispielsweise die Giebelreliefs der Schlosskapelle und der Hofbibliothek, Stuckaturen im Rittersaal sowie im weitläufigen Treppenhaus. Zuvor hatte er u. a. als Geselle in der Werkstatt Balthasar Permosers am Dresdner Zwinger gearbeitet. Aus seiner Hand stammt die im Original erhaltene spielende Nymphe aus dem Nymphenbad.

Albrecht Ludwig Friedrich von Hohenlohe-Weikersheim
Albrecht Ludwig Friedrich von Hohenlohe-Weikersheim (Foto: SSG)

Schloss Weikersheim
Wie das Leben eines Adelssprosses im 18. Jahrhundert aussah, lässt sich gut anhand der Biographie von Albrecht Ludwig Friedrich von Hohenlohe-Weikersheim nachvollziehen. Auf ihm ruhten viele Hoffnungen, er sollte den Fortbestand der Linie sichern und das Land zu Wohlstand führen. Seine umfassende Erziehung und Ausbildung bereitete ihn auf seine zukünftige Rolle vor. Er erhielt Unterricht in den Wissenschaften, Sprachen, lernte reiten, fechten und tanzen. Später unternahm er die „Grand Tour“ als Abschluss der höfischen Ausbildung. Doch sein vorbestimmtes Leben fand mit 28 Jahren ein jähes Ende: er starb bei einem Reitunfall.

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