Aktuelle Ausgabe

Titel Schlösser 1|2018

Schlösser 1|2018

Mit der Sänfte zum Picknick oder zum Flanieren im Grünen. Auf einem Fächer aus dem Modemuseum des Residenzschlosses Ludwigsburg findet sich die einladende Szenerie aus der höfischen Welt. Das Titelbild der aktuellen Ausgabe verweist auf das Schwerpunktthema, das zu einer Entdeckungstour durch das Keramik- und das Modemuseum einlädt. Und die Frage beantwortet, was Dekore auf Porzellan über Mode verraten.

Weitere Themen beschäftigen sich mit der China-Begeisterung im Barock. Beispiele gibt es in Schloss Favorite in Rastatt-Förch in Form einer Teemaschine und in Schloss Bruchsal, wo Teppiche mit exotischen Motiven die Wände schmücken.

Wir berichten u. a. über Highlights im Alltag von Restauratoren, Naturschutz in Schloss Heidelberg und blicken „Über den Tellerrand“ nach Potsdam und Kassel.

 

 

 


Leseprobe

Eine barocke Teemaschine

RASTATT-FÖRCH. Im Schloss Favorite wird in den Schauräumen der Porzellansammlung eine Teemaschine präsentiert. Ein außerordentliches Zeugnis der europäischen China-Mode und des aufkommenden Teekonsums im frühen 18. Jahrhundert.

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Aus dem Inhalt

Kavalier aus Porzellan, um 1770 und Herrenkleidung aus der Zeit um 1770 (Foto: Landesmuseum Württemberg, Frankenstein/Zwietasch)
Kavalier aus Porzellan, um 1770 und Herrenkleidung aus der Zeit um 1770 (Foto: Landesmuseum Württemberg, Frankenstein/Zwietasch)

Wie gemalt: Dekore auf Porzellan und auf Stoffen

Neben Gemälden und anderen zeitgenössischen Darstellungen bietet das Porzellan die Möglichkeit, der Mode vom frühen 18. Jahrhundert an auf die Spur zu kommen. Es ist zunächst die höfische Mode. Ein Glücksfall, dass unter der Regie des Landesmuseums Württemberg gleich zwei Museen im Residenzschloss Ludwigsburg ihre Schätze ausbreiten: das Modemuseum und das Keramikmuseum. Ein fachkundig begleiteter Rundgang macht deutlich, was Dekore auf Porzellan über Mode verraten.

Schloss Bruchsal: exotische Motive im Musikzimmer (Foto: SSG, Dirk Altenkirch)
Schloss Bruchsal: exotische Motive im Musikzimmer (Foto: SSG, Dirk Altenkirch)

Wertvolle Exponate: Fernweh im 18. Jahrhundert

Wer es sich leisten konnte, umgab sich zur Barockzeit mit Exotischem. So findet sich in Schloss Favorite in Rastatt-Förch eine grün lackierte Teemaschine, die mit japanischen Dekoren verziert ist. Hergestellt wurde sie aber nicht in Asien, sondern vermutlich in Süddeutschland. In Schloss Bruchsal blickt der Betrachter im Musikzimmer auf Teppiche mit chinesischen Motiven. Die sogenannten Savonnerien stammen aber aus einer Manufaktur in Bonn, die diese Luxuswaren für betuchte Kunden anfertigte.

Friedrich II. von Preußen, um 1736 gemalt von Antoine Pesne (Foto: SSG, Silke Schick)
Friedrich II. von Preußen, um 1736 gemalt von Antoine Pesne (Foto: SSG, Silke Schick)

Keine Kopie, ein Original!

Schloss Ludwigsburg: Derzeit wird die Königswohnung saniert. Bis 2020 soll sie gemäß Inventaren aus dem frühen 19. Jahrhundert eingerichtet sein. Bei Untersuchungen von Gemälden, mit denen sich König Friedrich in seinem Appartement umgab, entdeckte die Restauratorin Sensationelles. Unter den „Familiengemälden aus dem preußischen Hause“ fand sich auch ein Bildnis Friedrichs des Großen. Die vermeintliche Kopie nach einem Porträt des Berliner Hofmalers Antoine Pesne erwies sich jetzt als Original!

Streng geschützt: Fledermäuse (Foto: SSG, Brigitte Heinz)
Streng geschützt: Fledermäuse (Foto: SSG, Brigitte Heinz)

Besuchermagnet und Naturschutz

Schloss Heidelberg ist das bedeutendste Winterquartier für Fledermäuse in Nordbaden. Hier halten die streng geschützten Tiere ihren Winterschlaf. Die berühmte Ruine bietet genügend Rückzugsmöglichkeiten: Beispielsweise. in den Ritzen der Festungsmauern, in den Kellern, Türmen und Gängen oder im Gesprengten Turm, im Ludwigs- und im Gläsernen Saalbau oder im Glockenturm. Die Staatlichen Schlösser und Gärten müssen die Interessen der Besucher und des Naturschutzes miteinander in Einklang bringen.

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