− Anzeige −
− Anzeige −
Schlösser 4|2015

Die wechselvolle Epoche des Barock als Jahresthema der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg fordert zur Spurensuche heraus. Sie erlaubt Streifzüge durch das ganze Land. Das Titelthema der neuen Ausgabe führt nach Oberschwaben in Kirchen, Klöster und Schlösser und rückt Putten in den Blickpunkt, die Säulen, Wände und Orgeln bevölkern. Eine fürstliche Leidenschaft im 17. und 18. Jahrhundert galt der China-Mode. In Baden, Württemberg und der Kurpfalz haben sich spannende Zeugnisse jener Zeit erhalten. Dass barocke Schlösser der beständigen Pflege und Instandhaltung bedürfen zeigt sich derzeit am Beispiel der Schlösser Bruchsal und Tettnang.


Leseprobe

Die China-Mode im Barock

BADEN-WÜRTTEMBERG. In barocken Schlössern hielt im 17. und 18. Jahrhundert die sogenannte China-Mode Einzug. Original chinesische Stücke vermischten sich mit europäischen Nachahmungen im chinesischen Stil. Im Themenjahr Barock der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg ist die exotische Sammellust der einstigen Fürsten und Fürstinnen aus Baden, Württemberg und der Kurpfalz eine genauere Betrachtung wert.

Zur Leseprobe

Zum Archiv bisheriger Leseproben


Aus dem Inhalt
Der Honigschlecker aus dem Salemer Münster (Foto: SSG, Werner Hiller-König)

Monumente in Oberschwaben

Ob in der Klosterkirche in Ochsenhausen, im Kloster Salem, in den Bibliothekssälen der Klöster Wiblingen und Schussenried oder in Schloss Meersburg, überall finden sich dralle Putten. Die im Barock so beliebten Kinderengel sind nicht nur dekoratives Beiwerk, sondern in die jeweiligen Bildprogramme eingebunden. Die überschwenglichen Dekorationen sollten möglichst alle Sinne ansprechen, aber die Gläubigen sollten auch von dem Gesehenen ergriffen werden. Unzählige Engel und Putten zeugen von einem vor Lebensfreude strotzenden Barock!

Exponate aus dem Porzellanschloss Favorite in Rastatt-Förch (Foto: SSG, Martine Beck Coppola)

Schlösser im Land
Zu den Vorlieben barocker Fürsten gehörte es, Exotisches aus Fernost zu sammeln: Porzellan, Seide, Papiertapeten und Lackwaren wurden direkt aus China bezogen. Eine Alternative waren sogenannte Chinoiserien, also Nachahmungen aus europäischer Produktion. Die Markgräfin Sibylla Augusta von Baden-Baden bewies einen erlesenen Geschmack. Auch Herzog Carl Eugen von Württemberg oder Gräfin Elisabeth Friederike Sophie von Hohenlohe-Weikersheim folgten der China-Mode bei der Ausstattung von Prunkräumen.

Schloss Bruchsal: der Marmorsaal war weitgehend zerstört (Foto: SSG)

Schloss Bruchsal
Vor 70 Jahren, im Zweiten Weltkrieg, wurde Schloss Bruchsal weitgehend zerstört. Nur die ausgelagerten Ausstattungsgegenstände der einst fürstbischöflichen Residenz blieben erhalten. 1975 waren die rekonstruierten Prunkräume weitgehend wiederhergestellt. Im Schlossmittelbau entstand ein Zweigmuseum des Badischen Landesmuseums. Hier konnten Interessierte das gerettete Inventar in modernen Museumsräumen betrachten. Dieser Bereich verändert sich derzeit: Die historische Raumfolge der fürstbischöflichen Appartements wird von der Staatlichen Bauverwaltung annähernd wiederhergestellt. Die Wiedereröffnung der Beletage ist für 2016 geplant.

Schloss Tettnang: die neue (links) und alte Fassadengestaltung (Foto: SSG)

Neues Schloss Tettnang

Das Erscheinungsbild des einstigen Schlosses der Grafen von Montfort ändert sich. Die bisherige, kontrastreiche Farbgestaltung der Außenfassade mit Wandflächen in dunklem Ocker und weißen Pilastern stammte aus den 1970er-Jahren. Sie entsprach nicht dem Original. Im Rahmen von Sanierungsarbeiten ergaben Befunde, dass die Fassade des barocken Bauwerks ursprünglich in hellen Gelbtönen gefasst war. Monochrom, in dezenten Farbnuancen wird Schloss Tettnang – vermutlich – im nächsten Jahr wieder erstrahlen.

− Anzeige −

Schlösser-Newsletter

Informieren Sie sich auch zwischen den Ausgaben über Interessantes aus der Schlösser-Welt des Landes. Mit dem Schlösser-Newsletter.

Gleich anmelden

Soziale Medien

Hashtag AgenturBW

Folgen Sie uns unter dem Hashtag #SchlösserBW bei Facebook und Twitter.

Kostenlos testen

Erleben Sie spannende Momente aus der Landesgeschichte Baden-Württembergs. Jetzt kostenlos Probe lesen und Prämie sichern!

Bestellen

− Anzeige −