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Tipps & Termine

Am Wochenende noch nichts vor? Hier finden Sie Aktuelles, Interessantes, Ausstellungs- und Veranstaltungstipps aus der Schlösserwelt.


BEWEGTE KUNST

Ausstellung im Kloster Schussenried beschäftigt sich bis 29. Oktober mit dem Thema Fliegen

„Schweben – fliegen – fallen“: Das ist der Titel einer Ausstellung der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg in Kloster Schussenried, die bis zum 29. Oktober zu sehen ist. Die groß angelegte Schau, eingerichtet von der Stuttgarter Kuratorin Ricarda Geib, versammelt die Werke bekannter Namen der Gegenwartskunst. Aber auch eines der berühmten Flugräder des „Ikarus vom Lautertal“, Gustav Mesmer.

Um 1600, ein Jahrhundert nach Leonardo da Vincis kühnen Ideen, baute sich in Schussenried der barocke 

Chorherr Caspar Mohr Flügel: So, als weißgewandeter Ikarus, zeigt ihn das Deckengemälde der Klosterbibliothek. Pater Mohr und der Art-brut Künstler Gustav Mesmer, der Jahrhunderte später sich mit kühnen Flugfantasien über die ehemaligen Klostermauern hinweg zu träumen wusste, stehen Pate bei „schweben – fliegen – fallen“.

Der Ausstellungsparcours macht auf mehr als 1000 Quadratmetern mit raumgreifenden Installationen, außergewöhnlichen Skulpturen, Videos und Malerei neuralgische Punkte sichtbar und beleuchtet die Verlockungen und Grenzen des Traums vom Fliegen. Im Dialog mit der barocken Umgebung entwickelten 36 Künstlerinnen und Künstler aus Deutschland, Italien, Österreich und Argentinien ortsbezogene Kunstwerke. 

ÖFFNUNGSZEITEN
Dienstags bis freitags von 10 bis 13 Uhr und von 14 bis 17 Uhr. Samstags, sonn- und feiertags von 10 bis 17 Uhr.

INFORMATIONEN
Telefon 0 75 83.92 69 – 140
info(at)kloster-schussenried.de
www.kloster-schussenried.de


Das Sommerrefektorium des Klosters Bebenhausen (Foto: SSG, Günther Bayerl)

SOMMERKONZERTE

Bis 5. August: Klassische Musik im Sommerrefektorium des Klosters Bebenhausen

Seit mehr als 50 Jahren organisiert das Kulturreferat der Universität Tübingen mit der Museumsgesellschaft Tübingen klassische Konzerte. Dazu gehören die Sommerkonzerte im Bebenhausener Sommerrefektorium. Neben heimischen Konzertgrößen wie dem Tübinger Kammerchor und Concerto Tübingen werden auch in diesem Jahr internationale Gäste erwartet.

Mit dem Martinu Streichquartett, der Schola Gregoriana und der Camerata Bohemica kommen gleich drei  

Gäste aus Prag. Zusätzlich werden mit Giuseppe Nova und Marta Facchera sowie Eric Lemarquis auch Gäste aus Italien und Frankreich erwartet. Das Programm bietet von Beethoven über Dvorak und Vivaldi bis hin zu Chopin beste Unterhaltung mit hochkarätigen Solisten, Ensembles oder Orchestern.

Der Spielort zeichnet sich durch seine gute Akustik und die stimmungsvolle Atmosphäre aus, die filigrane Architektur des Fächergewölbes und die Laubwerkornamentik des 15. Jahrhunderts.

INFORMATIONEN
zum Programm unter www.konzerte-tuebingen.de

Reservierungen, Gutscheine, Gruppenbestellungen beim Kulturreferat der Universität Tübingen. Teil. 0 70 71-29 746 59, kulturreferat(at)uni-tuebingen.de


Die Ausstellung ist in der Prälatur zu sehen (Foto: SSG, Achim Mende)

DER WUNSCHLOSE

Ausstellung über „Prinz Max von Baden und seine Welt“

Vom 5. Juni bis zum 3. Oktober ist in der Prälatur des Klosters Salem die Ausstellung „Der Wunschlose – Prinz Max von Baden und seine Welt“ zu sehen. Die Schau basiert auf der Korrespondenz des Prinzen Max, die das Haus Baden 2014 in das Großherzogliche Familienarchiv im Generallandesarchiv überführt hat.

Die Ausstellung erschließt mit zum Teil bislang unbekannten Fotos und Dokumenten, Plakaten,

Gemälden und Plastiken die Welt des Prinzen und eine Welt des Umbruchs von der Monarchie zur Republik. Sie entstand 2016 im Karlsruher Generallandesarchiv.

Maximilian von Baden (1867–1929) wurde bekannt als der letzte Reichskanzler des deutschen Kaiserreichs – von Oktober bis November 1918 für etwa einen Monat im Amt. Er war es, der am 9. November 1918 bekannt gab, dass Wilhelm II., der Kaiser, abgedankt hatte. Sein Amt als Reichskanzler übergab er an Friedrich Ebert, den Führer der Sozialdemokraten. Max von Baden, zugleich der letzte Thronfolger des Großherzogtums Baden, steht an der Wende von der Monarchie zur Demokratie. Zum Ausstellungstitel: „Der Wunschlose“ war ein Deckname des Prinzen, bevor er im Oktober 1918 zum Reichskanzler ernannt wurde.

ÖFFNUNGSZEITEN
Montag bis Samstag 10 bis 18 Uhr, an Sonn- und Feiertagen 10.30 - 18 Uhr.

EINTRITT
Schlossanlage inklusive Ausstellung und Museen: Erwachsene 9 €, ermäßigt 4,50 €, Eintritt frei mit der Bodensee-Erlebniskarte

INFORMATIONEN
Telefon 07553.916 53 36
schloss(at)salem.de
www.salem.de


Bruchsaler Klassik Open Air vor der illuminierten Fassade des fürstbischöflichen Residenzschlosses (Foto: Martin Heintzen)

CLASSIC OPENAIR IN BRUCHSAL

Am 30. Juli: Große Opernchöre vor farbenprächtig angestrahlter Barockresidenz

„O welche Lust, in freier Luft den Atem leicht zu heben“ – der Gefangenenchor aus Ludwig van Beethovens Oper „Fidelio“ wird eines der großen Gesangswerke sein, das am Abend des 30. Juli beim diesjährigen Bruchsaler Klassik Open Air vor der festlich illuminierten Kulisse des Barockschlosses erklingt.

Ouvertüre, Arien und Chöre aus „Fidelio“ bilden denn auch einen Schwerpunkt des Programms, zu dem weiter Auszüge aus der 9. Sinfonie und Beethovens 

Ouvertüre für das Festspiel „Die Weihe des Hauses“ gehören werden. Unter der professionellen Leitung von Johann J. Beichel wirken das Bruchsaler Barockensemble und der Männerchor des Landkreis-Projektchores Karlsruhe zusammen. Klanglich hervorragend besetzt, verfügt das Ensemble über viele Sänger mit langjähriger Konzerterfahrung und einem breiten Repertoire an klassischen Werken. Die Sopranistinnen Veronika Farkas und Lydia Eller, der Tenor Jason Kim und der Bassist Florian Kontschak bringen als Solisten internationale Erfahrung mit.

PREIS
25 und 30 Euro

VORVERKAUF
Tourist-Center Bruchsal (Am Alten Schloss) sowie bei der Volksbank Bruchsal

INFORMATIONEN
Stadt Bruchsal, Tel. 07251/79-380, E-Mail: kultur(at)bruchsal.de


Forum Romanum, um 67 n. Chr., Ausschnitt aus einer filmischen Rekonstruktion (Rechte: Curt-Engelhorn-Stitung für die REM/Faber Courtial)

„DIE PÄPSTE“ IM MITTELPUNKT

Reiss-Engelhorn-Museen: Ausstellung über die Entwicklung des Christentums

Bevor Katholiken und Protestanten getrennte Wege gingen, verband sie 1500 Jahre gemeinsame Geschichte. Dieser widmet sich anlässlich des 500. Reformationsjubiläums die kulturhistorische Sonderausstellung „Die Päpste und die Einheit der lateinischen Welt“ bis zum 31. Oktober. Sie ist im Zeughaus der Mannheimer Reiss-Engelhorn-Museen zu sehen.

Erstmalig weltweit beleuchtet eine Ausstellung die faszinierende Entwicklung des Papsttums. Anhand

hochkarätiger Leihgaben aus dem Vatikan und weiteren renommierten Museen spannt sie den Boden von den Anfängen der Antike über das Mittelalter bis zur Reformation. Von Petrus bis zu den Renaissance-Päpsten.

Die Präsentation vereint auf etwa 2.500 Quadratmetern rund 330 Kunst-Kulturschätze. Die Besucherinnen und Besucher können sich zudem ein Bild von den jeweiligen Päpsten machen, dargestellt von Tizian bis Francis Bacon. Die Schau bietet auch aufwendige Inszenierungen und speziell für die Ausstellung erstellte filmische Rekonstruktionen.

www.paepste2017.de


Kloster Bronnbach (Foto: Eigenbetrieb Kloster Bronnbach)

REFORMATION IN BRONNBACH

Kabinettausstellung beleuchtet spannende Phase in der Geschichte des Klosters

Im ehemaligen Spitalgebäude des Klosters Bronnbach zeigt der Archivverbund Main-Tauber bis zum 3. November eine Kabinettausstellung zur Reformation des Klosters Bronnbach. Gezeigt werden Originaldokumente.

Abt Clemens Leusser wendete sich bald nach seiner Ernennung 1548 dem neuen Glauben zu. Wegen der Reformation des Klosters bedroht, zog er 1554 in Klosterhof in Wertheim. Nach dem Tod des Grafen

Michael III. von Wertheim 1556 leiteten die Bischöfe von Würzburg und Mainz schärfere Maßnahmen gegen den reformierten Abt ein. 1559 wurde ein neuer, katholischer Abt ins Amt eingeführt und anschließend die Rekatholisierung des Klosters vorangetrieben.

INFORMATIONEN

Bis 3. November 2017, Dienstag bis Freitag von 8.30 bis 16.30 Uhr geöffnet. Eintritt frei.

www.kloster-bronnbach.de


„Martin Luther an die Herrn Deutschs Ordens“ (Foto: DOM, Besserer, Lauda-Königshofen)

REFORMATIONS-STÖRER

„Die Auswirkungen der Reformation“ im DOM in Bad Mergentheim

Im Deutschordensmuseum (DOM) in Bad Mergentheim und in der Schlosskirche wird bis zum 30. November mit „Reformationsstörern“ auf die Auswirkungen der Reformation vor 500 Jahren hingewiesen.

Der Deutsche Orden ist nicht nur durch die Sendschrift Luthers „An die herrn Deutschs Ordens…“ von der Reformation betroffen, sondern viel grundlegender: der Deutschordensstaat Preußen ist der erste Staat überhaupt, der wegen der Reformation säkularisiert wurde, ohne diese Entwicklung wäre Mergentheim nie

Hauptsitz des Hochmeisters geworden. Auch die Verwerfungen des Bauernkrieges, wodurch der Sitz des Deutschmeisters von der Burg Horneck am Neckar nach Mergentheim kam, spielen mit hinein. Schließlich etablierte sich im Deutschen Orden eine in der neuzeitlichen Reichsgeschichte einzigartige Trikonfessionalität: Katholiken, Lutheraner und Reformierte gehörten bis zum Ende des Reiches gleichberechtigt dem Orden an.

Diese Entwicklungen kann man im Deutschordensmuseum und in der Schlosskirche finden: mit „Reformations-Störern“ wird darauf hingewiesen. Die Geschichte der Schlosskirche, seit 1817 von der Evangelischen Gemeinde genutzt und die von Luther entwickelte Deutsche Messe bilden einen weiteren Themenkomplex.

ÖFFNUNGSZEITEN
Dienstags bis sonntags und an Feiertagen: 10.30 bis 17 Uhr, November bis März Dienstag bis Samstag 14 bis 17 Uhr, sonntags und an Feiertagen 10.30 Uhr bis 17 Uhr.

www.deutschordensmuseum.de

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