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Masterplan Kultur stößt im Landtag auf geteiltes Echo

20.05.2020 
Redaktion
 

STUTTGART. Der Masterplan Kultur Baden-Württemberg der Landesregierung ist im Landtag auf geteiltes Echo gestoßen. Während Grüne und CDU das 45-Millionen-Paket begrüßten, stießen die unter dem Motto „Kunst trotz Abstand“ aufgezeigten Öffnungsperspektiven und Unterstützungsmaßnahmen bei den Oppositionsfraktionen auf Kritik.

Alexander Salomon (Grüne) hält die Forderung nach pauschalen Öffnungszeiten für unangebracht. Er tritt für „differenzierte Öffnungsperspektiven“ ein, geleitet vom Infektionsschutz und begleitende finanzielle Unterstützung. „Unsere Kultur ist für uns systemrelevant“, betonte Salomon.

Julia Philippi (CDU) forderte „der Kultur die gleiche Aufmerksamkeit zu teil werden zu lassen wie der Fußballbundesliga“. Sie will, dass „der Amateurbereich verstärkt in den Blick genommen wird“. Außerdem plädierte Philippi dafür, in medizinischen Studien das Risiko des Singens und des Musizierens auf Blasinstrumenten zu untersuchen, um zu sehen, „was machbar ist“.

SPD begrüßt Masterplan grundsätzlich

„Was über Jahre gewachsen ist, darf uns nicht in kürzester Zeit verloren gehen“, warnte Martin Rivoir (SPD). Er wies darauf hin, dass die 31.000 Unternehmen im Kultur- und Kreativbereich auch ein großer Wirtschaftsfaktor im Land seien. Rivoir begrüßte den Masterplan als Notfallhilfe, hält ihn aber für eine „Pflichtübung“. Der SPD-Politiker hält das Programm für „ein Minimum dessen, was der Bereich erwarten kann“. Er forderte außerdem fehlt ihm die „langfristige Perspektive, wann im Herbst Theater wieder öffnen können“. Ebenso fehlt ihm eine Perspektive für Kinos.

Für die FDP sagte Nico Weinmann die Unterstützung seiner Fraktion für die Maßnahmen der Regierung zu. Es seien dringend Antworten für Tanzschulen und Blasorchester nötig. Auch die Vereine seien in Nöten, so Weinmann. Die AfD fordert „eine unverzügliche Rückkehr in den Normalbetrieb“. Statt Planwirtschaft durch einen Masterplan brauche der Kulturbetrieb Freiheit, sagte Rainer Balzer. „Mit den Coronahilfen werden Abhängigkeiten geschaffen, die gewollt sind“, kritisierte er.

Olschowski kündigt weitere Fördermaßnahmen für den Herbst an

Staatssekretärin Petra Olschowski vom Kunstministerium betonte, dass der Masterplan nur ein Anfang sein könne. Sie kündigte weitere Fördermaßnahmen für den Herbst an. Sie wies darauf hin, dass ab dem 1. Juni Proben im größeren Rahmen wieder möglich sind. Was bisher nur für professionelle Einrichtungen im Rahmen der Aufrechterhaltung des Dienstbetriebes möglich ist, ist dann auch im Amateurbereich zugelassen. Olschowski betonte, dass „mehrere Studien laufen zum besonders gefährdeten Bereich der Blasmusik und Chöre“


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