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Kommunen organisieren Hilfe für Betroffene

24.03.2020 
Redaktion
 
Wie hier in Bielefeld organisieren Ehrenamtliche auch in Tübingen Hilfe für Betroffene.

Foto: dpa

Schon jetzt haben die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus großen Einfluss auf Kranke und Menschen mit geringem Einkommen. Städte und Gemeinden bieten für Betroffene schnelle und unkomplizierte Hilfen an.

STUTTGART. In Tübingen haben sich Gruppierungen und Freiwillige zur „Initiative Grundversorgung“ zusammengeschlossen. Sie schaffen so einen temporären Ersatz für die Tübinger Tafel, die derzeit geschlossen hat, teilt die Verwaltung mit. Ab sofort geben sie an sechs Orten in der Stadt Lebensmittel an diejenigen aus, die sonst auf die Hilfe der Tübinger Tafel angewiesen sind.

Die Lebensmittel werden kostenlos in rationierten Mengen abgegeben. Helfer packen die Waren in haushaltsüblichen Portionen zusammen; eine freie Auswahl sei aber nicht möglich, so die Stadt weiter.  Abstandsregeln bei der Zusammenstellung und bei der Abgabe der Waren sollen eingehalten werden.

Tuttlingen sucht nach individuellen Lösungen

Auch die Stadtwerke in Tuttlingen (SWT) wollen die sozialen Folgen der Coronakrise abmildern. Was passiert, wenn Privatleute oder Unternehmen ihre Miete oder ihre Strom- und Wasserrechnung nicht mehr zahlen können? Zunächst einmal nichts, heißt es in einer Mitteilung der Stadt. Wer aufgrund der Coronakrise in finanzielle Engpässe gerät, muss sich weder vor Stromabschaltungen durch die SWT noch vor einer Wohnungskündigung durch die Wohnbau sorgen.

„Unsere städtischen Unternehmen haben hier eine große Verantwortung gegenüber den Bürgern“, so der Oberbürgermeister von Tuttlingen, Michael Beck (CDU). „Das heißt: Drastische Schritte gibt es keine, statt dessen suchen wir nach individuellen Lösungen, mit denen alle leben können.“

Ehrenamtliche Mitarbeiter liefern Lebensmittel

Wie zahlreiche andere Gemeinden im Land organisiert Denzlingen (Landkreis Emmendingen) einen Einkaufsservice für „Corona-Betroffene“. Die Kommune kooperiert dabei mit dem Deutschen Roten Kreuz. „Wir wollen Menschen, die im Zusammenhang mit dem Corona-Virus unter häuslicher Quarantäne stehen, unterstützen“, erklärt Bürgermeister Markus Hollemann (ÖDP).

„Unser Angebot für die betroffenen Denzlinger ist, dass ehrenamtliche Mitarbeiter ein bis zwei Mal pro Woche Lebensmittel und Artikel des täglichen Bedarfs aus den regionalen Geschäften für die Betroffenen einkaufen“, so Hollemann. Nach dem Einkauf soll die Lieferung vor der Haus- oder Wohnungstür abgestellt werden. Zudem bietet die Gemeinde allen Bürgern einen kostenlosen Zugang zu den digitalen Angeboten der Mediathek.

Landeshauptstadt sammelt Hilfsangebote auf neuer Plattform

Die Landeshauptstadt Stuttgart sammelt und veröffentlicht Hilfsangebote. Helfer würden beraten und unterstützt, teilt die Stadt mit. Wer helfen möchte, kann dies mailen an die Adresse poststelle.corona-engagiert(at)stuttgart.de - oder anrufen. Zudem werde in dieser Woche eine neue Internet-Plattform „Corona: Engagiert in Stuttgart“ geschaltet. Dort würden Hilfsangebote und grundlegende Informationen vermittelt.


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