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Hector Stiftung II zeichnet drei Professoren aus

11.02.2011 
Redaktion
 
Forschungspreis
Wissenschaftminister Peter Frankenberg (CDU) (links) überreichte gemeinsam mit dem Ehepaar Josephine und Hans-Werner Hector (zweite Reihe) die Preise an Jens Timmer, Jürg Leuchthold und Stephen Hashmi (von links nach rechts). Foto: © Hector Stiftung

Heidelberg/Weinheim. Der mit jeweils 150 000 Euro dotierte Hector Forschungspreis ging an drei Professoren im Land: Stephen Hashmi von der Universität Heidelberg, Jürg Leuthold vom Karlsruher Institut für Technologie, KIT und Jens Timmer, der an der Universität Freiburg forscht. Ausschlaggebend für die Auszeichnung sind für die Hector Stiftung II mit Sitz in Weinheim nicht allein herausragende Forschungsleistungen sondern auch die Grundhaltung der Preisträger als Hochschullehrer.

Hans-Werner Hector, der die Hector Stiftung II im Jahr 2008 als Ergänzung zur bereits bestehenden Hector Stiftung gründete, sagte über die Leistung der Naturwissenschaftler: „Aus Ihren Forschungsgebieten entsteht das Wunder des Alltags.“ Gerne stelle die Stiftung finanzielle Mittel zur Verfügung, um die besten Professoren zu fördern. Denn dies sei die logische Fortsetzung der Unterstützung von besonders begabten Schülern und Studenten, der sich die Stiftung ebenfalls verschrieben hat. „Erst beides zugleich ergibt ein sinnvolles Ganzes“, sagte Hector. Peter Frankenberg, baden-württembergischer Minister für Wissenschaft, Forschung und Kunst, dankte der Hector Stiftung für ihr großzügiges Engagement, „das in hervorragender Weise die Anstrengungen der Landesregierung zur Stärkung des Wissenschaftsstandorts Deutschlands ergänzt“.

Hashmi wurde für seine Pionierarbeiten auf dem Gebiet der sogenannten „homogenen Gold-Katalyse“ ausgezeichnet. Der Chemiker fand heraus, dass entgegen der damals gängigen Lehrmeinung bestimmte chemische Reaktionen durch die Anwesenheit von kleinsten Mengen Gold schneller und unter geringerem Energieeinsatz ablaufen als beispielsweise mit den gängigen Katalysatoren Platin oder Silber. Mittlerweile beschäftigen sich weltweit mehr als 100 Forschungsgruppen mit diesem Thema. Die Forschungsergebnisse sind beispielweise für die Herstellung von Arzneimitteln und Werkstoffen hilfreich.

Ein Experte auf dem Gebiet der Hochgeschwindigkeits-Datenübertragung ist der 44 Jahre alte Physiker Jürg Leuthold. So hat er jüngst mit seiner Gruppe ein optisches Verfahren entwickelt, mit welchem man die größte je auf einen einzigen Laserstrahl kodierte Datenmenge von 10 Terabit/s in Echtzeit kodieren und dekodieren kann. Vor drei Jahren gelang es Leuthold, einen der schnellsten optischen Siliziumchips zu bauen, der nicht nur viermal schneller ist als die bis dahin verfügbaren, sondern auch etwa 50 Mal kleiner als die Chips, die heute in Telekommunikationsgeräten eingesetzt werden.

Jens Timmer hat sich bereits vor mehr als zehn Jahren als einer der ersten Wissenschaftler in Deutschland der Systembiologie verschrieben. Dieser Ansatz verspricht ein neues, exakteres Verständnis von Lebensprozessen, von Gesundheit und Krankheit, indem er Biologen, Mediziner, Physiker und Mathematiker in der Forschung vereint. Der Physiker ist davon überzeugt, dass  biologische Prozesse in mathematischen Formeln dargestellt werden können. Mit Hilfe seiner Modelle wurden zum Beispiel Signalwege entschlüsselt, die bei der Krebsentstehung von großer Bedeutung sind.  


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