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Ausbau der Windkraft geht nur noch langsam voran

24.01.2019 
Von: sta
 
Redaktion
 
Foto: MEV

Stuttgart. Der Ausbau der Windenergie im Südwesten stockt. Nach 123 Anlagen im Jahr 2017 seien im vergangenen Jahr nur 35 Windräder in Baden-Württemberg neu gebaut worden, teilte Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) mit. „Das war das erwartet schwierige Jahr.“ Als Grund nannte er die Umstellung der Förderung auf ein Ausschreibungssystem ohne Ausbauquote für den Süden Deutschlands. 2018 seien nur noch für 27 Anlagen Genehmigungen erteilt worden.

Der Vorstandsvorsitzende des Energiekonzerns EnBW, Frank Mastiaux, forderte eine feste Quote für den Süden. Unterstützung kommt auch vom Landesvorsitzenden des Naturschutzbunds, Johannes Enssle. Obwohl es Konflikte gebe, müsse die Windenergie zum Ausbau der erneuerbaren Energien dazugehören. Aus Sicht des Bunds für Umwelt- und Naturschutz geht es nicht nur bei der Windenergie in Baden-Württemberg in Trippelschritten voran. Die Landesregierung müsse sich beim Klimaschutz in allen Bereichen stärker engagieren, forderte Landesgeschäftsführerin Sylvia Pilarsky-Grosch.

Ende 2018 produzierten 720 Windräder in Baden-Württemberg Strom. Insgesamt seien 44 weitere Anlagen genehmigt und könnten gebaut werden. Damit könnte die installierte Leistung von mehr als 1500 Megawatt (MW) um weitere 155 MW steigen.

Alle Windräder im Südwesten zusammen produzieren bei günstigem Wind etwa so viel Strom wie der noch arbeitende Block 2 des Atomkraftwerks Philippsburg. „Die Windkraft ist eine Säule der Energiewende auch in Baden-Württemberg und damit ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz“, wertete Untersteller die Zahlen. Er forderte, den Süden gegenüber dem Norden - wo im Durchschnitt stärkerer Wind weht - im Wettbewerb um neue Windkraftprojekte nicht zu benachteiligen.

Der energiepolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Gernot Gruber, warf der grün-schwarzen Landesregierung vor, selbst zu bremsen. So sei der Mindestabstand für Windkraftanlagen vor zwei Jahren faktisch von 700 auf 1000 Meter erhöht worden. Damit kämen viele Standorte nicht mehr in Frage, kritisierte der Politiker und forderte die Rückkehr zur alten Regelung.

Aus Sicht von EnBW-Chef Frank Mastiaux muss der Süden bei Windkraftanlagen deutlich aufholen. Aus Transport- und Kostengründen müsse Windenergie viel stärker dort produziert werden, wo sie verbraucht wird. „Windkraft muss deshalb gleichmäßiger verteilt werden. 25 Prozent der Windparks sollten daher südlich der Mainlinie gebaut werden“, sagte der Chef von Deutschlands drittgrößtem Stromkonzern im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur.

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