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Bauwirtschaft begrüßt Fördermaßnahmen für energetische Sanierung

29.01.2020 
Redaktion
 
Foto: dpa/Süddeutsche Zeitung

Foto: dpa/Süddeutsche Zeitung

Stuttgart. Die Landesvereinigung Bauwirtschaft begrüßt die Fördermaßnahmen für die energetische Sanierung, die im Rahmen des Klimapakets beschlossen wurde. Bei energetischen Sanierungsmaßnahmen können künftig 20 Prozent von bis zu 200 000 Euro Investitionskosten, also maximal 40 000 Euro, von der Steuer abgesetzt werden. Auch die Fördermittel der KfW-Bank werden erhöht. Der finanzielle Anreiz sei nun da und die Ausbaubetriebe könnten das Volumen durchaus stemmen, sagt Rainer König, Vizepräsident der Landesvereinigung Bauwirtschaft.

Rund 30 Prozent aller CO2-Emissionen entstehen durch schlecht gedämmte Gebäude und veraltete Heizsysteme. Das Problem: 62 Prozent aller rund 2,4 Millionen Wohngebäude in Baden-Württemberg wurden vor mindestens 40 Jahren gebaut und damit deutlich vor der ersten Wärmeschutzverordnung. Knapp ein Prozent davon wird pro Jahr saniert.

Sanierungsquoten müssen sich verdoppeln

Allein Raumwärme und Warmwasserbereitung verbrauchten das Drei- bis Fünffache an Energie von dem, was heute technisch möglich wäre, macht Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) deutlich. „Um dem Ziel eines klimaneutralen Gebäudebestands bis 2050 näher zu kommen, müssen wir die Sanierungsquote im Land von heute etwa einem Prozent auf über zwei Prozent anheben und dabei möglichst hohe Energieeffizienzstandards verwirklichen“, so Untersteller.

„Wer jetzt bei seinem Haus in Wärmedämmung investiert, spart unmittelbar Heizkosten und tut zugleich etwas für die Umwelt“, sagt König von der Landesvereinigung Bauwirtschaft. Dass sich die Sanierung lohnt, zeige sich an Altbauten, die bereits energetisch saniert wurden.

König machte zudem deutlich: „Wir müssen im Handwerk zusammenstehen.“ Es gelte Heizung, Fassadendämmung und Fenster zusammen in den Blick zu nehmen. Das Handwerk sei bereit, so König zu dem auf zehn Jahre angelegten Paket. Er geht davon aus, dass sich Bauen in den kommenden Jahren verstärkt vom Neubau auf den Bestand verschieben werde.

Bauwirtschaft blickt auf gutes Jahr zurück

Insgesamt hat die Bauwirtschaft in Baden-Württemberg ein gutes Jahr hinter sich. Umsätze und Auftragsbestände bewegen sich nach wie vor auf hohem Niveau, so der Präsident der Landesvereinigung Bauwirtschaft, Bernhard Sänger. In den ersten elf Monaten 2019 erwirtschaftenten die größeren Bauunternehmen ab 20 Beschäftigten ein Umsatzplus von 11,3 Prozent.  Bezogen auf alle Betriebe erwartet die Branche  für das Gesamtjahr ein Umsatzwachstum von neun Prozent auf rund 19 Milliarden Euro. Die Zahl der Beschäftigten stieg um 3,5 Prozent auf 107 000. Die Baupreise stiegen um 4,9 Prozent.

Der kräftige Anstieg bei den Auftragseingängen ist laut Sänger ein gutes Signal für die kommenden Monate. Besonders im Wirtschaftsbau ging die Nachfrage nach oben. Mit gewisser Sorge sieht die Landesvereinigung Bauwirtschaft allerdings die Auftragsentwicklung im Straßenbau. Hier kam es ab der zweiten Jahreshälfte 2019 zu teils deutlichen Rückgängen - trotz hoher Investitionsmittel von Bund und Land. Erhebliche Investionsdefizite sieht Sänger beim Brückenbau. Mehr dazu lesen Sie an diesem Freitag im Staatsanzeiger.

 

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