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Höherer Mindestlohn für Maler – Deutschland in Westeuropa Schlusslicht

17.03.2021
Expertenbeitrag

Um 30 Cent pro Stunde erhöht sich der Mindestlohn im Maler- und Lackiererhandwerk von Mai an. Der neue Branchen-Mindestlohn hat eine Laufzeit bis Ende Mai 2022, wie die Tarifparteien vereinbarten. Die Beschäftigten erhalten künftig im Mindestlohn I für Ungelernte 11,40 Euro. Für Gelernte und Gesellen gilt der Mindestlohn II von 13,80 Euro.

Damit rangieren die Vereinbarungen über dem gesetzlichen Mindestlohn in Deutschland. Dieser liegt derzeit bei 9,50 Euro - nach einer Studie der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung ist das im europäischen Vergleich eher wenig. Zwar gehört Deutschland zu den zehn europäischen Ländern mit dem höchsten Mindestlohnniveau, bildet aber in Westeuropa das Schlusslicht.

Europäische Mindestlohninitiative

Im Hinblick auf die europäische Mindestlohninitiative müsste Deutschland noch zulegen. Hier sollen angemessene Lohnuntergrenzen definiert werden – wobei als angemessen 60 Prozent des Medianlohns und 50 Prozent des Durchschnittlohns im jeweiligen Land gelten. Median bedeutet, dass die Anzahl der Menschen, die mehr verdient, genauso groß ist wie die derer, die weniger als den Medianwert verdient. Bisher belegt Deutschland mit 48 Prozent des Medianlohns den 14. Platz von 21 EU-Ländern, die einen Mindestlohn eingeführt haben. Mit mindestens 12 Euro könnte man die europäischen Vorstellungen erfüllen.

Quellen

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