Bauen im Land

60 Jahre STEG: Stadtentwicklung ist ihr Steckenpferd

Seit ihrer Gründung im Jahr 1961 betreut die STEG eine Vielzahl unterschiedlicher Projekte. Sie ist eine der größten Stadtentwicklungsgesellschaften in Deutschland und hat ihre Schwerpunkte vorwiegend in Baden-Württemberg und Sachsen. Ein Rückblick auf 60 Jahre Unternehmensgeschichte.

Seit vier Jahrzehnten setzt die STEG Stadtentwicklungsgesellschaft Bauprojekte um wie die Innenstadtsanierung in Eppingen.

die STEG/ Carsten Büll)

STUTTGART. Bereits in den 1950er- Jahren benötigten Städte und Gemeinden dringend Wohnraum. Nach dem Zweiten Weltkrieg konnten die teilweise zerstörten Städte den Bedarf für die stark wachsende Gesellschaft nicht decken. Noch heute beschäftigt knapper Wohnraum die Kommunen. Die STEG Stadtentwicklungsgesellschaft mit Sitz in Stuttgart unterstützt die Kommunen seit ihrer Gründung im Jahr 1961 bei dieser Aufgabe.

Baulandbeschaffung ist Kernaufgabe der STEG

Die Schaffung des Bundesbaugesetzes und damit die Liberalisierung des Bodenrechts und die Privatnützigkeit des Eigentums war der Anfang der STEG, die von 1961 bis 1970 noch unter dem Namen „Familienheim, Gesellschaft für Beschaffung und Erschließung von Bauland mbH“ bekannt war. Sie wollte Städte und Gemeinden bei der Schaffung und Erschließung von Bauland unterstützen. Daraus resultierte etwa das Neubauvorhaben „Dachtler Berg“ mit vielen Einfamilienhäusern in Aidlingen (Landkreis Böblingen).

Die Baulandschaffung gehört seither zu einer der Kernaufgaben der STEG. Zu den weiteren Kernkompetenzen gehören heute auch Stadtplanung, Stadterneuerung, Projektentwicklung und Immobilienbewertung.

In den sechs Dekaden Firmengeschichte hat sich beim Thema Stadtentwicklung und auch in der Gesetzgebung viel getan. So wurde zum Beispiel im Jahr 1971 mit dem in Kraft getretenen Städtebauförderungsgesetz der Fokus wieder verstärkt auf Innenstädte und Ortskerne gelenkt. Noch im Jahr 1971 beauftragte Villingen-Schwenningen die STEG mit der Vorbereitung und Umsetzung des Sanierungsgebiets „Muslen“. Und waren Anfang der 70er-Jahre häufig Flächensanierungen mit Gebäudeabbrüchen die Voraussetzung für eine Neuordnung der Stadtstruktur, standen ab Mitte der 70er-Jahre zunehmend die Grundsätze einer erhaltenden Erneuerung im Vordergrund. Auch Projekte für Gemeinden mit einer eher geringen Finanzkraft wurden in dieser Zeit mit der STEG umgesetzt, darunter „Stuttgart Neugereut“ und „Heilbronn-Fleischbeil“.

1979 war die STEG als gemeinnütziges Wohnungsunternehmen anerkannt und wirkte bei Bauvorhaben in Stuttgart-Heumaden und Waiblingen mit. Im Stuttgarter Bohnenviertel als weiteres Beispiel entstand eine Stadthauszeile am Weberplatz gemeinsam mit dem damaligen Gesellschafter Wohnbau Württemberg gemeinnützige GmbH.

In den 80er-Jahren wurde die Abrisspolitik durch eine behutsame Stadterneuerung und ganzheitliche Stadtentwicklung abgelöst. Nach der Wende engagierte sich die STEG auch in den neuen Bundesländern, wo sich der Sanierungsstau als Herausforderung herausstellte. In Thüringen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg war die STEG im Rahmen der Baulandschaffung und Stadterneuerung tätig.

Neuer Stadtteil „Hafner“ in Konstanz geplant

„Mehr denn je werden Städte und Gemeinden vor neue Herausforderungen gestellt“, sagen die Geschäftsführer Thomas Bleier und Artur Maier. „Die Aufgaben sind komplex und häufig eingebunden in vielschichtige Zielkonflikte.“ Auch künftig wolle man Kommunen im Sinne einer gemeinwohlorientierten Stadt- und Gemeindeentwicklung unterstützen.

Zum Beispiel wird in Konstanz der neue Stadtteil „Hafner“ mit 45 Hektar Wohnbau- und rund 15 Hektar Gewerbefläche entstehen, bei welchem die STEG die Projektsteuerung übernimmt. Weitere Projekte sind auch in Herrenberg, Singen und Nürnberg geplant.

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Die ganze Firmengeschichte im Detail finden Sie unter:
https://www.steg.de/60jahre

Pia Hemme

Redakteurin Online, Social Media und Newsletter

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