Bauen im Land

Altes Schloss Stuttgart: Dürnitz soll neuer Treffpunkt in der Innenstadt werden

Nach 27 Monaten Bauzeit ist das Foyer des Landesmuseums im Alten Schloss in Stuttgart inzwischen wieder für die Öffentlichkeit zugänglich. Die Dürnitz, wie der Saal schon seit dem Mittelalter heißt, soll nun nicht nur Entrée fürs das Museum, sondern ein Ort der Kommunikation in der Innenstadt werden.
Helle Steinfliesen, helles Holz und eine weiße Decke: . Die Dürnitzhalle im Alten Schloss Stuttgart wurde innenarchitektonisch völlig neu gestaltet. Simon Sommer )

Daten und Fakten

Maßnahme
  • Umbau der Dürnitzhalle im Alten Schloss, Stuttgart
Bauherr
  • Land Baden-Württemberg vertreten durch Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Stuttgart
Architekten
  • Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Stuttgart
Bauzeit
  • 5/2019 bis 7/2021
Kosten
  • 7, 95 Millionen Euro für Baumaßnahmen
    2,2 Millionen Euro für Ausstattung
Nutzfläche
  • 1220 Quadratmeter
Besonderheiten
  • Der Raum kann nun für Veranstaltungen mit bis zu 500 Sitzplätzen genutzt werden

STUTTGART. Helle Lounge-Sitzecken auf ebenso hellen gelblichen Fließen aus Jura-Kalkstein und gebleichtes Holzfurnier für Garderobe, Infotheke, Kasse, Museumshop und Wandverkleidungen bestimmen das Bild. Der Eingangsbereich des Landesmuseums Württemberg im Alten Schloss Stuttgart wurde grundlegend modernisiert. Die Gestaltung und Materialauswahl sei Ergebnis eines langen Arbeitsprozesses, heißt es bei Vermögen und Bau Baden-Württemberg. Das zuständige Amt Stuttgart hatte die Planung und Konzeption für den Umbau in Eigenregie übernommen.

Landesmuseum übernimmt erstmals Gastronomie

Das Ergebnis der Neugestaltung stieß bei der offiziellen Eröffnung auch bei den politischen Gästen auf Anerkennung. „Die Dürnitz bietet mit dieser wunderbar neu gestalteten Atmosphäre einen großartigen und singulären Ort im Herzen von Stuttgart, der die Menschen anzieht“, lobte Wissenschafts- und Kunstministerin, Theresia Bauer (Grüne). Diese Öffnung des Museums in die Gesellschaft hinein sei der Schlüssel dafür, ein möglichst breites Publikum zu erreichen.

Die neue Dürnitz hat nach dem Umbau eine Doppelfunktion. Einerseits soll sie einen „attraktiven öffentlichen Aufenthaltsort“ für Besucher und Besuchergruppen bilden. Andererseits einen repräsentativen multifunktionalen Veranstaltungsraum mit Platz für bis zu 500 Personen. Letzteres wurde durch den Einbau einer versenkbaren Bühne, sowie moderner Audio-, Licht und Präsentationstechnik umgesetzt. Auch die Raumakustik sei durch den Umbau verbessert worden, heißt es seitens des Landesmuseums.

Für die Funktion als Museumsfoyer und öffentlicher Raum wurde ein Teil der 1000 Quadratmeter großen Halle mit Lounge-Sitzgruppen möbliert und ein Meeting-Point in Form einer Treppe mit Sitzstufen eingebaut. Neu ist auch das Café Dürnitz. Es sei die erste gastronomische Einrichtung, die vom Museum selbst betrieben werde.

Der Umbau wurde auch genutzt, um die Wegeführung in der Halle neu zu ordnen und den Raum für Besucher übersichtlicher zu gestalten. So seien zentrale Bereiche, wie Toiletten, Garderobe, Infotheke, Kasse und Shop räumlich entzerrt worden, erläutert Vermögen und Bau.

Im Zuge der Umbauarbeiten wurde auch die Haustechnik modernisiert. Die Lüftungsanlagen sind jetzt mit hocheffizienten Wärmerückgewinnungssystemen zur Energieeinsparung ausgestattet, wie das Finanzministerium mitteilte, das für Hochbauten des Landes zuständig ist. Die Beleuchtung sei auf energieeffiziente LED-Technik umgestellt worden.

1,2 Millionen Euro für Ausstattung von Sponsoren

Für die Umbauten hat das Land fast acht Millionen Euro investiert. Weitere 2,2 Millionen Euro flossen in die Ausstattung der Dürnitz. Davon übernahm eine Million Euro das Wissenschafts- und Kunstministerium. Der Rest wurde von Sponsoren und Spendern des Landesmuseums eingeworben.

Jürgen Schmidt

Redakteur Bauen im Land und Newsletter

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