Bauen im Land

Trumpf Hettingen: Produktion von Maschinenteilen auf der Alb gebündelt

Der Maschinenbaukonzern und Laserspezialist Trumpf hat seinen Standort in Hettingen (Kreis Sigmaringen) um ein Werk erweitert. In der neuen Fabrik bündelt das Familienunternehmen seine Aktivitäten bei der Zerspanung von Bauteilen, die weltweit in Trumpf-Maschinen verbaut werden.

Nach zwei Jahren Bauzeit war der Neubau in Hettingen, dem drittgrößten Standort der Trumpf-Gruppe on Deutschland, bezugsfertig.

TRUMPF)

Daten und Fakten

Maßnahme
  • Bau eines Zerspanungs-Kompetenzzentrums, Trumpf Hettingen
Bauherr
  • Trumpf Immobilien
Nutzer
  • Trumpf Werkzeugmaschinen, Hettingen
Architekten
  • kpk/ Kerler + Partner Architekten, Ingenieure, Sigmaringen
Bauzeit
  • 1/2019 bis 2/2021
Kosten
  • rund 35 Millionen Euro
Nutzfläche
  • rund 12 500 Quadratmeter
Besonderheiten
  • Nachhaltiges Energiekonzept mit Wärmerückgewinnung

HETTINGEN. Die Corona-Pandemie ist auch am weltweit tätigen Maschinenbau- und Technologiekonzern Trumpf nicht spurlos vorübergegangen, doch ihre Investitionstätigkeit hat die schwäbische Unternehmensgruppe nicht eingeschränkt.

Zu wenig Platz am Hettinger Stammsitz

Vor wenigen Tagen wurde in Hettingen auf der Schwäbischen Alb ein neues Werk eingeweiht. Dort führt Trumpf seine spanende Fertigung aus dem bestehenden Hauptwerk in Hettingen und Teile der spanenden Fertigung des Stammwerks in Ditzingen zusammen.

Seit März wird in der rund 10 000 Quadratmeter großen Halle bereits produziert. Im nächste Monat soll der Umzug von Maschinen und Mitarbeitern abgeschlossen werden, wie das Unternehmen ankündigt.

Der Neubau steht rund einen Kilometer vom Hauptwerk in Hettingen entfernt in einem neuen Gewerbegebiet auf der Albhochfläche. „Wir sind ein Unternehmen, das auf organisches Wachstum ausgerichtet ist – und wenn wir im Tal der Lauchert eben nicht genügend Platz zum Wachsen finden, müssen wir aus geografischen Gründen eben in höhere Lagen ausweichen“, begründete die Vorsitzende der Trumpf-Geschäftsleitung, Nicola Leibinger-Kammüller, die Standortwahl. Das fast quadratische Fabrikgebäude erstreckt sich über eine Fläche von insgesamt 12 500 Quadratmetern. Neben der Produktionshalle wurde ein Lager, eine Kantine, Büros und weitere Räume untergebracht. Künftig werden im neuen Werk rund 120 Menschen arbeiten, kündigt Trumpf an.

Bei der architektonischen Gestaltung haben sich die Planer des Architekturbüros Kerler + Partner (Sigmaringen) vor allem von funktionalen Erfordernissen leiten lassen. So seien die Raumaufteilung in der Halle und die Standorte der Maschinen prozessorientiert, heißt es seitens der Planer. Gleichzeitig sollen aber Details, wie die natürliche Belichtung durch Oberlichter und Fenster, „eine kommunikative Verbindung zwischen dem Innen- und Außenraum“ herstellen und für eine positive Arbeitsatmosphäre sorgen.

Unternehmen investiert rund 35 Millionen Euro

Für Trumpf hat der Neubau auf der Schwäbischen Alb, der nach Firmenangaben rund 35 Millionen Euro gekostet hat, eine strategische Bedeutung für die gesamte Unternehmensgruppe. Man habe sich mit dem Bau des Kompetenzzentrums bewusst dagegen entschieden, die Zerspanung outzusourcen, sagte die Trumpf-Chefin. „Wir gehen in Hettingen auch mit diesem jüngsten Projekt gemessen an der Branche den längeren Weg, der am Ende vielleicht aber der kürzere sein wird“, so Leibinger-Kammüller. Denn so werde Know-how und Kompetenz im Unternehmen selbst erhalten.

In der über 12 500 Quadratmeter großen Halle bündelt der Maschinenbauer seine Aktivitäten in der Zerspanungstechnik. Seit März wird im neuen Werk, das rund einen Kilometer vom Standort entfernt liegt, produziert.
Jürgen Schmidt

Redakteur Bauen im Land und Newsletter

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