Bauen im Land

Universität Konstanz: Zweiter Abschnitt der Sanierung ist abgeschlossen

Nach über fünf Jahren wurde jetzt der zweite Teil der Sanierung des Gebäudes M der Universität Konstanz abgeschlossen. Fast 26 Millionen Euro hat das Land Baden-Württemberg dafür investiert, wie das zuständige Amt Konstanz von Vermögen und Bau Baden-Württemberg erklärt.

Vermögen und Bau Baden-Württemberg)

Daten und Fakten

Maßnahme
  • Sanierung West- und Nordflügel des
    Gebäudes M der Universität Konstanz
Bauherr
  • Land Baden-Württemberg vertreten durch Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Konstanz
Architekten
  • Ernst2 Architekten, Stuttgart
Nutzer
  • Fachbereich Biologie der Universität Konstanz
Bauzeit
  • 4/2016 bis 7/2021
Kosten
  • 25,9 Millionen Euro
Nutzfläche
  • 4552 Quadratmeter
  • 4552 Quadratmeter

KONSTANZ. Rund 50 Jahre ist das Gebäude des Fachbereichs Biologie der Uni Konstanz inzwischen alt. Eine grundlegende Sanierung und Modernisierung sei deshalb unumgänglich gewesen, sagt Jana Hoffmann von Vermögen und Bau, Amt Konstanz, die das Projekt betreut.

Erhebliche Mängel habe es beispielsweise beim Brandschutz und der Arbeitssicherheit gegeben. Und die haustechnischen Anlagen seien völlig veraltet gewesen.

Undichte Dächer und marode Fenster

Auch der Bausubstanz selbst war das Alter und die jahrzehntelange intensive Nutzung laut Hoffmann deutlich anzusehen. An den Sichtbetonfassaden habe es größere Schäden gegeben, die Holzfenster seien marode und die Flachdächer zum Teil undicht gewesen.

Die Sanierung des West- und des Nordflügels des Biologie-Gebäudes wurden im laufenden Betrieb durchgeführt. Dafür wurde jeweils ein Flügel komplett geräumt, bevor mit den Arbeiten begonnen wurde.

Die Räume wurden bis auf den Rohbau entkernt. Hauptziel dieser Maßnahme sei es gewesen, Schadstoffe, die in manchen der alten Baumaterialien enthalten waren, zu beseitigen, so Hoffmann.

Die Uni Konstanz hat mit diesem Problem Erfahrung. 2010 musste die Universitätsbibliothek wegen Asbestbelastung geschlossen werden. Erst sieben Jahre später wurde das zentrale Gebäude auf dem Campus Gießberg nach einer Entkernung und dem komplett neuen Innenausbau wieder eröffnet.

Am Gebäude M wird in Summe noch deutlich länger gebaut. Die Sanierung des gesamten zehnstöckigen Hauses wurde in drei Bauabschnitte unterteilt. Der erste wurde bereits 2011 abgeschlossen. Der dritte Bauabschnitt, der die Hörsäle, Sonderbereiche und Technikebenen umfasst, soll in den kommenden Jahren umgesetzt werden, vorausgesetzt, das Land stellt das Geld zur Verfügung.

Laborinstallation und Haustechnik komplett erneuert

Bei der jetzt abgeschlossenen Sanierung des Nord- und des Westflügels des Biologie-Gebäudes wurden die Böden erneuert, neue Trockenbauwände eingezogen, abgehängte Decken in den Labor- und Büroräumen eingebaut und die Heizungs- , Lüftungs- und Sanitäranlagen ausgetauscht. Auch die Elektro- und die Laborinstallation wurden vollständig ausgetauscht.

Und in den Kernzonen wurden die Teeküchen und Aufenthaltsräume mit Glastrennwänden abgeteilt, um den Brandschutz zu verbessern. Die Kunst am Bau in diesen Bereichen wurde erhalten.

Jürgen Schmidt

Redakteur Bauen im Land und Newsletter

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