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Ausbildungsvergütung: Bereits der zweite Rekordanstieg in Folge

Die Ausbildungsvergütungen lagen im Jahr 2025 im öffentlichen Dienst über dem gesamtdeutschen Schnitt.
IMAGO/Funke Foto Services)Bonn. Die tariflichen Ausbildungsvergütungen in Deutschland sind 2025 im Vergleich zum Vorjahr im bundesweiten Durchschnitt erneut deutlich um 6,7 Prozent gestiegen. Der Anstieg war prozentual noch höher als im Vorjahr (6,3 Prozent).
Die Auszubildenden erhielten im Schnitt 1209 Euro brutto im Monat und damit 76 Euro mehr als 2024. Dies ergeben Berechnungen des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB).
Die Verluste wurden ausgeglichen
Durch die hohen Zunahmen in den beiden vergangenen Jahren konnten allerdings die Verluste bei den realen Vergütungen, insbesondere zwischen 2021 und 2023, weitgehend ausgeglichen werden.
Zwischen den Ausbildungsbereichen unterschieden sich die tariflichen Ausbildungsvergütungen zum Teil deutlich. Über dem gesamtdeutschen Schnitt lagen sie im öffentlichen Dienst (1.329 Euro), in der Hauswirtschaft (1.295 Euro) sowie in Industrie und Handel (1.266 Euro). In diesen Ausbildungsbereichen fielen auch die Zuwächse im Vergleich zum Vorjahr überdurchschnittlich aus. So stiegen die Vergütungen zum Beispiel im öffentlichen Dienst um 7,7 Prozent und in Industrie und Handel um 7,2 Prozent. In der Landwirtschaft (1.188 Euro), in den freien Berufen (1.098 Euro) und im Handwerk (1.093 Euro) waren die tariflichen Vergütungen unterdurchschnittlich. Auszubildende im öffentlichen Dienst erhielten im Durchschnitt knapp 22 Prozent höhere Vergütungen als Auszubildende im Handwerk.
Baden-Württemberg hält die Spitzenposition
Unter den Bundesländern hielt weiterhin Baden-Württemberg die Spitzenposition mit durchschnittlich 1.257 Euro. Auf Platz zwei folgte Hamburg mit 1.224 Euro. Am niedrigsten waren die tariflichen Ausbildungsvergütungen in Rheinland-Pfalz (1.186 Euro) und Nordrhein-Westfalen (1.185 Euro). Seit 1976 wertet das BIBB die tariflichen Ausbildungsvergütungen jährlich zum Stichtag 1. Oktober aus.