Kolumne Social Media in Kommunen

Instagram, Facebook: Wohin mit Impressum, Datenschutz & Co im Profil?

Auch in den sozialen Medien sollten rechtliche Themen einwandfrei eingebunden werden. Daniela Vey erklärt in der Kolumne "Social Media in Kommunen", wo man Impressum und Co. auf Facebook und Instagram integriert.
Auch auf Facebook und Instagram sollte das Impressum auffindbar sein. dpa/ PantherMedia | Olivier Le Moal)

STUTTGART. Als Stadtverwaltung und Behörde übernimmt man auch in den sozialen Medien eine Vorbild-Funktion. Daher sollten insbesondere die rechtlichen Themen einwandfrei eingebunden sein. Zusätzlich gibt es oft noch Wünsche beispielsweise Netiquette und Teamvorstellung integrieren zu können. Doch die sozialen Netzwerke stellen einen diesbezüglich gerne vor Herausforderungen.

Facebook

Das größte Netzwerk bietet zum Glück mittlerweile direkt im Profil die Möglichkeit an, ein Impressum korrekt zu hinterlegen:

1.      Klicken Sie im News Feed links im Menü auf Seiten.

2.      Rufen Sie Ihre Seite auf.

3.      Klicken Sie in der linken Menüauswahl auf Seiteninfos bearbeiten.

4.      Gehen Sie zum Abschnitt Impressum und fügen Sie Ihre Informationen hinzu.

5.      Klicken Sie auf Änderungen speichern.

Die Datenschutzerklärung sollten Sie auf Ihrer Website ohnehin anbieten. Sinnvoll ist es, diese um die jeweiligen Netzwerke zu ergänzen und dann im Impressums-Bereich von Facebook mit zu verlinken. Eine inhaltliche Vorlage bieten zum Beispiel der Datenschutzbeauftragte von RLP an.

Bei Netiquette, Teamvorstellung oder Gewinnspiel-Hinweisen wird es schon schwieriger. Seit einiger Zeit hat Facebook die Möglichkeit, eigene Tabs (Reiter) einzubinden, erst für Seiten ab 2.000 Fans vorgesehen. Der Knackpunkt war hier aber ohnehin, dass diese Reiter lediglich am Desktop zu sehen sind, während mittlerweile über 96 Prozent der Nutzer Facebook primär mobil aufrufen. Daher bietet es sich an, hierfür eine eigene Landing-Page innerhalb der Website vorzusehen, wo sich alle Informationen für den Social Media Bereich gesammelt finden. Das ist ohnehin praktisch, wenn man als Behörde oder Verwaltung auf verschiedenen Social Media Plattformen unterwegs ist.

Instagram

Ein einziger Link in der Bio, der wirklich klickbar ist: Was haben sich die Macher eigentlich dabei gedacht, fragt man sich. Oft sieht man ganze Link-Texte die in die Bio geschrieben werden, aber leider nicht klickbar sind. Was kann man also tun? Es gibt Tools wie Linktr.ee oder Linkin.bio von later. Da diese aber wiederum von externen Anbietern gehostet werden steht man direkt vor der nächsten Datenschutz-Hürde.

Die deutlich bessere Variante: Erstellen Sie eine eigene Social-Media-Landing-Page auf Ihrer Website. Diese muss nicht unbedingt in die Navigation eingebunden sein, sondern lediglich eine sprechende URL haben, zum Beispiel: www.beispielstadt.de/socialmedia. Hier lassen sich alle relevanten Informationen (Impressum, Ansprechpartner, Datenschutz etc.) zusammenstellen. ABER: Mobilfähig sollte sie sein.

Schöne Praxis-Beispiele dafür sind MdL Theresia Bauer  oder die Stadt Nürtingen.

Gerade bei Instagram kann man das Prinzip auch noch zusätzlich dafür nutzen, weiterführende Links für die letzten aktuellen Beiträge bereit zu stellen, beispielsweise Links zur Veranstaltungen, Stadtführungen, Pressemeldungen und mehr. Nur regelmäßig aktualisieren ist hier wirklich wichtig. Achten Sie darauf, dass sie nicht mehr als zehn Links anbieten. Sonst wird es doch zu unübersichtlich.

Daniela Vey

Daniela Vey ist Social-Media-Beraterin. Die Themen Web, Corporate Identity und soziale Medien sind ihr Steckenpferd. Zudem gibt sie Social-Media-Kurse und moderiert die Allfacebook Conference. In der Kolumne „Social Media in Kommunen“ des Staatsanzeigers gibt sie Akteuren der öffentlichen Verwaltung Tipps und Tricks im richtigen Umgang mit den sozialen Netzwerken Facebook, Twitter, Instagram und Co. Ansprechpartnerin in der Redaktion ist Pia Hemme

0711 66601-144

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