Kolumne Social Media in Kommunen

Soziale Medien: Mehr Durchblick dank Insights – Teil 1

Wen erreiche ich mit meinen Inhalten? Wann sind meine Nutzer aktiv? Dies erfährt man über die Insights. Im ersten Teil zu dem Thema geht es um die Analyse der Follower.
Foto: dpa/ AP Photo | Shizuo Kambayashi)

STUTTGART. Nutzerzahlen sind eine der besten Möglichkeiten, zu verstehen, welches Publikum man erreicht, wann die Nutzer aktiv sind und mit welchen Inhalten am meisten interagiert wird. Das kann sehr hilfreich sein, wenn es darum geht die eigene Strategie weiterzuentwickeln. Im ersten Teil geht es um die Analyse der Follower.

Immer wieder kommt dabei aber auch die Frage auf, auf welche Zahlen man denn achten sollte und wie man sie am besten interpretiert. Dabei kommt es aber auch immer auf die eigene Zielsetzung an. Unternehmen wollen in der Regel Produkte und Dienstleistungen verkaufen, während Städte, Gemeinden und Kommunen ihre Bürger informieren und auf Angebote und Events hinweisen wollen. Das Image und eigene Profilauf und über Social Media zu schärfen spielt ebenfalls eine wichtige Rolle – sei es als sehenswertes Reiseziel, attraktiver Arbeitgeber oder lebenswerte Stadt.

Jedes Netzwerk stellt für (Business-)Profile Statistiken zur Verfügung.
Facebook und Instagram: https://business.facebook.com/latest/insights/overview

Twitter: https://analytics.twitter.com/

Pinterest: https://analytics.pinterest.com

Auch in den Apps selbst gibt es entsprechende Möglichkeiten. Wem diese Informationen nicht ausreichen, der bekommt durch Drittanbieter noch zusätzliche Analysen geboten – allerdings in der Regel gegen ein entsprechend kostenpflichtiges Abonnement.

Audience (Publikum)

Es ist immer gut zu verstehen, wen man mit seinem Kanal eigentlich erreicht und das auch wiederum mit der eigenen Strategie und Zielsetzung abzugleichen. Erreichen wir die Menschen, die wir ansprechen wollten? Wenn nicht – ist die Abweichung gut oder nicht? Was können wir verändern, um stärker in den Fokus unserer Wunsch-Zielgruppe zu kommen?

Die Zahlen geben Aufschluss über Wachstum, Orte, aus denen die meisten Follower stammen, die Altersgruppen, das Geschlecht und die aktivsten Zeiten. Insbesondere das Wachstum kann Aufschluss über besonders relevante und interessante Inhalte geben. Auch Ereignisse, wie die Krawallnacht in Stuttgart im Sommer 2020, können massiven Einfluss auf die Followerzahlen haben. Bei der Polizei BW stiegen sie im direkten Anschluss um mehrere hundert an.

Anhand des Ortes lässt sich dagegen einschätzen, wie viele Fans in der eigenen Stadt leben und wie viele Besucher, beziehungsweise Auswärtige dazukommen. Ist der Anteil der Bürger höher, so haben beispielsweise lokale Neuigkeiten eine höhere Relevanz und es kann ein anderes Grundwissen über Stadt und Region vorausgesetzt werden als bei Touristen.

Die besten Zeiten Beiträge zu veröffentlichen, richtet sich in der Regel an der Aktivitätskurve Ihrer Nutzer aus. Wichtige Beiträge sollten Sie kurz vor den Aktivitätshöhepunkten und an besonders guten Tagen posten. Immer wieder gibt es auch Studien, die Tausende oder sogar Millionen von Beiträgen hinsichtlich des Zeitpunktes und Interaktionen analysiert haben und basierend darauf Empfehlungen aussprechen. So empfiehlt beispielsweise das Analyse-Tool Later (www.later.com) aktuell für West-Europa den frühen Morgen zwischen 6 und 8 Uhr als idealen Zeitpunkt zur Veröffentlichung auf Instagram. Sicherlich kein schlechter Ausgangspunkt für Tests, aber eben auch nicht allgemeingültig für alle Accounts.

Daniela Vey

Daniela Vey ist Social-Media-Beraterin. Die Themen Web, Corporate Identity und soziale Medien sind ihr Steckenpferd. Zudem gibt sie Social-Media-Kurse und moderiert die Allfacebook Conference. In der Kolumne „Social Media in Kommunen“ des Staatsanzeigers gibt sie Akteuren der öffentlichen Verwaltung Tipps und Tricks im richtigen Umgang mit den sozialen Netzwerken Facebook, Twitter, Instagram und Co. Ansprechpartnerin in der Redaktion ist Pia Hemme

0711 66601-144

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