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Künstliche Intelligenz

Museum bringt Kulturgüter mit Künstlicher Intelligenz ans Licht

Künstliche Intelligenz (KI) im Museum – oft ist sie selbst Gegenstand der Ausstellungen. Aber immer mehr Museen bedienen sich ihr, um Besuchern Erlebnisse über die analoge Präsentation hinaus zu bieten.

Das Badische Landesmuseum in Karlsruhe hat mit dem Einsatz des KI-Tools "xCurator" gestartet.

dpa/Daniel Kalker)

Karlsruhe. Das Badische Landesmuseum in Karlsruhe ist hier Vorreiter. 2020 erhielt das Haus für das Projekt „Creative User Empowerment“ 640 000 Euro durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM). Nun ist es am Start.

„xCurator“ heißt das neue Tool, das die Menschen „zu einer Reise durch 50 000 Jahre Kulturgeschichte“ einlädt. Kooperationspartner ist das Allard Pierson, das Museum und Wissenschaftsinstitut der Universität Amsterdam. Realisiert und entwickelt wurde die Lösung Open Source von 3pc GmbH. Die Idee: Da Museen nur einen Bruchteil ihrer Sammlungen der Öffentlichkeit in Ausstellungen zugänglich machen können, das heißt, viele Objekte in Archiven und Depots verbleiben, sollen diese mit dem xCurator  zumindest erschlossen werden.

KI bietet eine intelligente Bildersuche

Die KI sortiert für die Nutzer und Nutzerinnen die digitalen Sammlungen und bietet eine intelligente Bildersuche sowie Empfehlungen. Sie generiert digitale Ausstellungen, indem sie inhaltliche Verbindungen und unerwartete Ähnlichkeiten zwischen den Objekten herstellen kann. Dabei bleiben die Nutzer und Nutzerinnen die Kuratierenden. Sie sind es, die letztendlich entscheiden, ob die KI-Empfehlungen plausibel und nützlich sind oder nicht.

„Der xCurator ist ein gelungenes Beispiel dafür wie Kultureinrichtungen ihre Bildungsinhalte mit dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz möglichst vielen Menschen zeitgemäß vermitteln können“, sagt dazu Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Grüne). „Zugleich liefert er wichtige Impulse für die breite gesellschaftliche Debatte über Chancen und Risiken von KI-Technologien.“

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