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Kongress „New Manufacturing World"

Automobilindustrie muss ihre Fabriken „neu denken“

In Böblingen haben sich Autobauer, Zulieferer, Anlagenbauer und Softwareunternehmen auf dem Kongress „New Manufacturing World“ zwei Tage ausgetauscht. Florian Langlotz von Drees und Sommer erläuterte dort, dass die Fabrik der Zukunft ganz anders geplant werden muss als bisher.

Kommt es im Produktionsprozess zu einer Veränderung, so wirkt sich das auch auf die Gebäude aus“, sagte Florian Langlotz von Drees und Sommer auf dem Kongress New Manufacturing World in Böblingen.

Drees und Sommer)

Böblingen . Die Automotive-Branche steckt mittendrin in einer kostspieligen Transformation. Dabei beeinflussen die Autobauer zahlreiche andere Branchen, vom Maschinenbau über Elektrotechnik bis hin zur Softwareentwicklung. Immerhin ist die Automobilindustrie, der mit 564 Milliarden Euro umsatzstärkste Wirtschaftszweig in Deutschland. Sie muss ihre Fabriken „neu denken“, erklärte Florian Langlotz auf dem Kongress „New Manufacturing World“ in Böblingen. „Weg von starren Anlagen hin zum flexiblen System, das mehrere Fahrzeug- und Antriebsvarianten darstellen kann.“

Veränderungen in der Produktion wirken sich auch auf die Gebäude aus

Langlotz ist Partner der Drees & Sommer SE und hat mit seinem Team zahlreiche Automotive-Projekte weltweit betreut. „Jede Fabrik hat ihre individuellen Prozesse und Anlagen. Diese sind so verschieden wie die dort gefertigten Produkte. Kommt es im Produktionsprozess zu einer Veränderung, so wirkt sich das auch auf die Gebäude aus“, sagte er. Langlotz arbeitet daher mit Omniverse-Lösungen.

Lebenszyklus von Anlagen oder Systembereichen abbilden

Unter Omniverse-Lösungen verstehen Fabrik-Planer eine Plattform, die es nicht nur ermöglicht, Anlagen und Fabriken digital zu planen und zu simulieren, sondern auch den gesamten Lebenszyklus von Anlagen oder Systembereichen abzubilden. „Wir sind hierdurch in der Lage, bereits in der frühzeitigen Konzeptionierung die Produktionsanlagen zu beplanen, mit dem Gebäude zu vereinen und alle Ablaufprozesse der zukünftigen Produktion gemeinsam zu simulieren“, sagte Langlotz. „Hierdurch senken wir Kosten und schaffen bereits in der frühen Planung Stabilität bei der Realisierung und dem Betrieb. Ebenfalls können wir so auch entsprechende Flexibilität für neue Fahrzeug- und Produktderivate simulieren und weiterführende Investitionen senken“, so Langlotz.

Mit der New Manufacturing World haben Drees & Sommer und Automotive-Experte Ferdinand Dudenhöffer eine neue Konferenzserie ins Leben gerufen. In Böblingen trafen sich mehr als 400 Gäste, 40 Speaker und 55 Unternehmenspartner zum Erfahrungsaustausch rund um die Automobilindustrie. Nächstes großes Thema ist die New Battery World, die in München am 27. und 28. Februar 2025 stattfinden soll.

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