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Wirtschaft

Studie: Frauen tragen zur Fachkräftesicherung bei

Zwischen 2014 und 2024 ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Frauen in Deutschland um rund 2,5 Millionen auf 15,6 Millionen gestiegen. Ein großer Teil des Zuwachses entfällt auf nichtdeutsche Frauen, zugleich sieht das Institut der deutschen Wirtschaft weiteres Potenzial bei arbeitslosen Frauen.
Frau in gelbem Pullover arbeitet an einem Laptop in einem Büro.

Besonders stark wuchs die Beschäftigung bei hoch qualifizierten Frauen.

IMAGO/Westend61)

Köln. Zwischen 2014 und 2024 ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Frauen in Deutschland um rund 2,5 Millionen auf insgesamt 15,6 Millionen gestiegen.

Besonders stark wuchs die Beschäftigung bei hoch qualifizierten Frauen, die als Spezialistinnen mit Bachelor- beziehungsweise Fortbildungsabschluss oder als akademisch qualifizierte Expertinnen tätig waren, wie das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln mitteilt. Bei Männern hat die Beschäftigung in diesen höher qualifizierten Tätigkeiten weniger stark zugelegt.

Nichtdeutsche Frauen bieten Potenzial für die Zukunft

Dennoch bestünden weiterhin ungenutzte Potenziale unter arbeitslosen Frauen, heißt es weiter. Vor allem nichtdeutsche Frauen böten ein besonders großes zusätzliches Potenzial für die Zukunft. Allerdings sucht jede fünfte arbeitslose Frau in Deutschland nach einer Tätigkeit, für die sie formal überqualifiziert ist.

„Würde es gelingen, diese Potenziale zu heben, könnten die Fachkräftelücken in einigen Berufen geschlossen und in weiteren zumindest deutlich reduziert werden“, schreiben die Autoren der Studie „Engpassanalyse – Frauen als Schlüssel zur Fachkräftesicherung“.

Bezogen auf das ganze Bundesgebiet geht fast die Hälfte des gesamten Beschäftigungszuwachses bei Frauen auf nichtdeutsche Frauen zurück. In Ostdeutschland stellen sie fast das gesamte Wachstum, da bei deutschen Frauen teilweise bereits ein Beschäftigungsrückgang zu beobachten ist. Dies liege zum einen an der fortgeschritteneren Alterung der deutschen Bevölkerung in Ostdeutschland und zum anderen daran, dass in Ostdeutschland die Frauenerwerbsbeteiligung traditionell höher liegt als in Westdeutschland

Viele Frauen arbeiten in Berufen mit Fachkräftemangel

2024 arbeiteten knapp 42 Prozent der Frauen in Engpassberufen. Das entspricht gut 6,5 Millionen Frauen. Besonders stark wuchs die Beschäftigung in frauentypischen Berufen mit Fachkräftemangel wie beispielsweise der Sozialarbeit, der Kinderbetreuung, der Erziehung und der öffentlichen Verwaltung.

Zwischen Juli 2024 und Juni 2025 gab es in Deutschland durchschnittlich knapp 1,3 Millionen arbeitslose Frauen. Etwa 40 Prozent von ihnen haben keine deutsche Staatsangehörigkeit.

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