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Kommentar zum Lebensarbeitszeitkonto

Braucht Bayaz keine motivierten Beamten?

Das Lebensarbeitszeitkonto ist gescheitert, weil sich Grün-Schwarz auf den letzten Metern nicht einigen konnte. Doch die Gründe müssen tiefer liegen, denn Zeit hatte die Politik wahrlich genug. Ein Kommentar von Michael Schwarz.
Ein Mann mit Glatze und Bart schaut zur Seite, Hände gefaltet.

Finanzminister Danyal Bayaz spricht sich gegen eine Kürzung der Wochenarbeitszeit für Beamte aus.

dpa/Bernd Weißbrod)

Nein, die Zeiten sind nicht danach und ja, Beamte haben es leichter, speziell in diesen harten Zeiten. Und doch ist nicht zu verstehen, warum Grün-Schwarz es immer noch nicht geschafft hat, auf Worte Taten folgen zu lassen.

Schon 2016 hatten die Koalitionäre sich das Lebensarbeitszeitkonto vorgenommen. Passiert ist nichts, auch nicht, nachdem man den Plan bei der Neuauflage von Grün-Schwarz 2021 etwas deutlicher formuliert hatte.

Die 41-Stunden-Woche gilt seit 2003

Es bleibt also dabei: Beamte in Baden-Württemberg arbeiten auch im 23. Jahr 41 Stunden pro Woche . Und dies, obwohl sich die wirtschaftliche Lage, mit der der damalige CDU-Ministerpräsident Erwin Teufel die Erhöhung begründet hatte, geändert hat.

Okay, jetzt ist sie wieder ähnlich dramatisch. Doch unterdessen gab es fette Jahre, in denen man etwas hätte tun können. Alle anderen Länderfinanzminister haben es doch auch geschafft. Das an die Adresse von Danyal Bayaz, der ja recht hat, wenn er auf den Moment verweist. Aber der irrt, wenn er meint, dass die Beamten ein löchriges Gedächtnis haben.

Lesen Sie auch: CDU und Grüne streiten über Beamten-Arbeitszeit

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