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Damit die Raser und Verkehrsrowdyssich nicht freikaufen

Rechts überholen gehört zu den besonders gefährlichen Verkehrsverstößen.
Frank Hoermann / SVEN SIMON)Wussten Sie schon, dass manche Menschen ihre Punkte in Flensburg weiterreichen? An einen guten Freund, der behauptet, er war’s. Oder gegen Bezahlung. Hauptsache, die betreffende Person besitzt eine makellose Verkehrssünderkartei. Oder hat zumindest nicht ganz so viel auf dem Kerbholz.
Gentges setzt sich für härtere Gangart ein
Das war schon bislang verboten oder befand sich in einer rechtlichen Grauzone. Doch nun soll dem Treiben ein Ende gemacht werden. Bald wird der Bundestag ein Gesetz verabschieden, das den Bundesrat bereits passiert hat und das seine Existenz entscheidend der baden-württembergischen Justizministerin Marion Gentges verdankt. Die CDU-Politikerin hat dieses Vorhaben seit ihrem Amtsantritt im Jahr 2021 vorangetrieben. Baden-Württemberg hat seit Jahren auf eine gesetzliche Lösung gedrungen. 2018 und erneut 2022 hat die Justizministerkonferenz auf Initiative Baden-Württembergs einstimmig die Sanktionierung des Punktehandels gefordert und den Bund zum Tätigwerden aufgefordert.
„Raser sind lebensgefährlich“
Denn bei dem, was täglich auf unseren Straßen passiert, handelt es sich keineswegs um Kavaliersdelikte. Wer meint, er könne Ampeln und Geschwindigkeitsbeschränkungen ignorieren, wer die Vorfahrt nimmt, bei Tempo 180 rechts überholt oder zu dicht auffährt, handelt unverantwortlich und rücksichtslos.
„Raser sind lebensgefährlich“, sagt Gentges und „dass Sanktionen bislang umgangen werden können, ist nicht tragbar“. Dem ist nicht hinzuzufügen.