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Forschung

Einsatz von KI verändert die Arbeitsplätze

Kieler Studie: Durch Künstliche Intelligenz entstehen neue Jobs mit höheren Anforderungen
Menschlicher Arm und Roboterarm schütteln sich die Hände vor orangefarbenem Hintergrund.

Der Einsatz von KI sorgt nicht für weniger 
Arbeitsplätze, sondern für Veränderungen. 
Foto: IMAGO/Westend61

IMAGO/Westend61)

Kiel. Eine neue empirische Studie des Kiel Instituts für Weltwirtschaft zeigt: Künstliche Intelligenz vernichtet keine Arbeitsplätze, sie verändert sie. Firmen mit starker KI-Nutzung stellen häufiger Fachkräfte ein, während einfache Büroaufgaben zurückgehen, wie das Institut mitteilt.

Vor allem Sprachmodellierung und Spracherkennung durch KI haben einen besonders starken positiven Einfluss auf die Beschäftigung – es entstehen neue Jobs mit höheren Anforderungen.

Durch KI bleibt die Gesamtbeschäftigung stabil

Dagegen wirkt sich KI in den Bereichen Bilderkennung und Übersetzung insbesondere auf Büro- und Verwaltungsberufe negativ aus und kann vorhandene Stellen ersetzen. Unter dem Strich bleibt durch KI die Gesamtbeschäftigung aber stabil.

Ein Team aus Dänemark, Portugal, Schweden und Deutschland hat für seine Analyse ein Messinstrument entwickelt, das den Fortschritt von KI-Technologien auf Teilbereiche und Berufsgruppen herunterbricht.

Die Erkenntnisse sind: In den letzten zwei Jahrzehnten gab es enorme Fortschritte in der KI, allerdings mit Unterschieden zwischen den verschiedenen Technologien. Die KI im Bereich Video und Strategie verbesserte sich am stärksten, während die KI im Bereich Übersetzung die langsamsten Fortschritte verzeichnet. KI hatte trotz der großen Fortschritte aber kaum oder gar keine Folgen für das Beschäftigungsniveau insgesamt. Allerdings haben die verschiedenen KI-Technologien unterschiedliche Auswirkungen.

Routineaufgaben verschwinden, neue Rollen entstehen

„Höhere KI-Exposition hat keinen messbaren Effekt auf die Gesamtbeschäftigung, verlangt aber systematisch nach einer Höherqualifizierung“, sagt Holger Görg, Forschungsdirektor am Kieler Institut. „Routineaufgaben verschwinden, während neue Rollen entstehen, die Analyse, Kommunikation und technisches Verständnis erfordern“, so Görg. (rik)

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