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Denkmal

Kalvarienbergkapelle: Ein Ort der Erinnerung an die Kreuzigung

Die frisch sanierte Kalvarienbergkapelle bei Niederwangen ist Denkmal des Monats Februar 2026.
Kirche auf einem Hügel mit zwei Bäumen im Vordergrund und blauem Himmel.

Die Kalvarienkapelle wurde
saniert.

Denkmalstiftung)

Stuttgart/Wangen. Das Dach ist stabilisiert und wieder gedeckt, Wände und Böden sind getrocknet und das Kreuz im Chor wurde restauriert: Im Oktober 2025 ist die Sanierung der Kapelle auf dem Kalvarienberg, Wahrzeichen von Niederwangen im Landkreis Ravensburg abgeschlossen worden. Die Denkmalstiftung Baden-Württemberg ernennt sie nun zum Denkmal des Monats.

Die Kapelle krönt weithin sichtbar einen Hügel und gilt als Wahrzeichen dieses Teilorts. Der heutige Chor der Kapelle stammt aus dem Jahr 1824, das Schiff samt Dachreiter von 1923.

Ein Kulturdenkmal mit raumgreifender Wirkung

Sowohl Dächer als auch Wände und Böden mussten instandgesetzt werden. „Auf ihrer Anhöhe wirkt die Kapelle sehr markant und ortsbildprägend“, sagte Stefan Köhler, ehrenamtlicher Geschäftsführer der Denkmalstiftung, zu Beginn der Sanierungsarbeiten. „Als Kulturdenkmal hat sie raumgreifende Wirkung und stellt zudem ein wichtiges Zeugnis ländlicher Volksfrömmigkeit dar“, betont Köhler.

1709 entstand an dieser Stelle ein Kapellenbau aus Holz. Seitdem, so die Überlieferung, wird an dieser Stelle der Kreuzigung auf dem Berg Golgatha gedacht. Eine ursprünglich hölzerne Kapelle wurde 1824 durch einen Steinbau ersetzt. Heute bildet dieser den Chorraum der Kapelle. 1923 wurde das Langhaus mit seinem Glockentürmchen angebaut. Ein Kreuzweg, ein Missionskreuz und eine Herz-Jesu-Grotte vervollständigen das Ensemble.

Die Kapelle ist seit drei Generationen in Privatbesitz, 1919 erwarb die Eigentümerfamilie sie zusammen mit einem benachbarten Hof. Seither kümmert sie sich in Eigenregie um den Erhalt des denkmalgeschützten Gebäudes.

Zuschuss von der Denkmalstiftung

Zur Sanierung hat auch der Heimatverein Niederwangen mit Spenden und Arbeitsleistung in erheblichem Umfang beigetragen. Die Denkmalstiftung Baden-Württemberg hat die Arbeiten mit einem Zuschuss von 15.000 Euro unterstützt.

Nach ihrem Motto „Bürger retten Denkmale“ fördert die Denkmalstiftung insbesondere private Initiativen und gemeinnützige Bürgeraktionen, die sich für den Erhalt von Kulturdenkmalen im Land engagieren. (rik/sta)

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