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Kolumne: Eingekreist

Auch für die Bürgermeister ein Super-Wahlsonntag

Während in Stuttgart um Mehrheiten gerungen wird, entscheidet sich andernorts ganz handfest, wer künftig Rathäuser führt, Haushaltslöcher stopft und Kommunen durch unsichere Zeiten steuert. Am 8. März gibt es mit der Landtagswahl einen Superwahltag in 40 Städten und Gemeinden. 
Menschen wählen in Wahlkabinen in einem hellen Raum mit Holzboden.

Sage und schreibe rund 40 Bürgermeisterwahlen drängen sich auf denselben Termin wie die Landtagswahl.

dpa-Zentralbild/Robert Michael)

Die Landtagswahl in Baden-Württemberg 2026 hat es schwer an diesem Sonntag. Nicht wegen mangelnder Dramatik, nicht wegen fehlender Plakate – sondern weil sie kommunal überstrahlt wird. Sage und schreibe rund 40 Bürgermeisterwahlen drängen sich auf denselben Termin. Wer schon ins Wahllokal läuft, nimmt den zweiten Zettel eben mit. Das schafft Synergieeffekte bei Wahlhelfern und vielleicht sogar ein paar Prozentpunkte mehr Beteiligung.

Besonders elektrisiert blickt das Land in die Kurstadt Baden-Baden. Dort geht es nicht nur um eine Personalie, sondern um die Frage, wer nach harten Sparrunden den Spagat zwischen Weltkulturerbe-Glanz und klammer Kasse schafft. In Eislingen/Fils endet eine Ära, der Amtsinhaber tritt nicht mehr an. In Hechingen , Leingarten und Welzheim dagegen setzen die Rathauschefs auf Kontinuität und die Kraft des Amtsbonus.

Die großen Linien werden vor Ort konkret

Und dann ist da noch Setzingen . In dem 750-Einwohner-Ort im Alb-Donau-Kreis gab es für den 15. Februar keinen einzigen Bewerber. Der Wahlzettel blieb also leer, die Bürger trugen eigenhändig ihre Favoriten ein – 45 an der Zahl. Die meisten Stimmen sammelte ein Landwirt aus dem Gemeinderat, dicht gefolgt von einer Verwaltungsangestellten. Doch der Favorit winkte für die Stichwahl ab. Übrig bleibt am 8. März nun die Kandidatin für die ehrenamtliche Stelle – und eine freie Zeile.

Die Landtagswahl mag die großen Linien zeichnen, konkret werden diese vor Ort. Die Landtagswahl mag landesweit zählen, lebendig wird Demokratie in der Kommune.

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