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Aktionen, Führungen und eine Demonstration rücken Perspektiven von Frauen in den Blick

In Weikersheim steht die Kammerfrau im Fokus.
SSG/S. Segeritz)Stuttgart. Der Internationale Frauentag am 8. März ist seit über hundert Jahren ein Tag des Engagements für Gleichberechtigung, politische Teilhabe und soziale Gerechtigkeit. In diesem Jahr fällt er mit den Landtagswahlen in Baden-Württemberg zusammen. Zuerst in das Wahllokal, dann auf die Demo und am Nachmittag oder Abend eine Kulturveranstaltung zum Thema – so könnte das Tagesprogramm aussehen.
Das Motto des diesjährigen Frauentags lautet „Geben und Nehmen“. Damit ist gemeint, dass das Geben von Zeit, Wissen und Unterstützung allen zugutekommen kann. Auch im Land wird der Tag mit vielfältigen Veranstaltungen begangen. In Stuttgart beispielsweise organisiert das Aktionsbündnis 8. März Demonstrationen und Aktionen unter dem Motto „Perspektive“.
Starke Frauen und Wegbereiterinnen in Württemberg
Das Landesmuseum Württemberg rückt mit der Führung „Starke Frauen in Württemberg – Wegbereiterinnen der Moderne“ bedeutende Frauenpersönlichkeiten ins Licht, die in männlich geprägten Strukturen ihren eigenen Weg gingen. Anhand ausgewählter Biografien und historischer Objekte wird gezeigt, wie sie gesellschaftliche, politische oder kulturelle Spielräume nutzten und erweiterten. Einen ergänzenden Blick auf weibliche Sichtbarkeit bietet die Themenführung „Schaffen und Erschaffen werden“ im Stadtarchiv Stuttgart. Sie widmet sich Künstlerinnen und den Bedingungen, unter denen sie arbeiteten, und fragt zugleich, wie Frauen in der Kunst dargestellt wurden.
Ein besonderes Highlight gibt es im Schloss und Schlossgarten Weikersheim: Bei der neuen Kostümführung „Schlüsselmomente mit Madame“ rückt eine Kammerfrau ins Zentrum, die sonst im Schatten wirkte. Besucherinnen und Besucher erleben die höfische Welt aus ungewohnter Perspektive und erfahren, wie viel Organisation, Disziplin und Stärke hinter dem Glanz steckte. Weitere Führungen stellen historische Frauenpersönlichkeiten vor, die in Württemberg Konventionen hinterfragten und eigene Wege gingen.