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Das umfassend sanierte Gotteshaus in Remseck diente einst als Wehrkirche

Die Martinskirche in Remseck-Neckargröningen.
Denkmalstiftung Baden-Württemberg)Stuttgart/Remseck. Die evangelische Martinskirche in Remseck in Neckargröningen war einst eine Wehrkirche. Ihr Namenspatron verweist auf die Zeit der fränkischen Karolinger. Die älteste Kirche in Remseck ist wieder dicht und stabil: Nach einer umfassenden Sanierung erst des Daches, dann der Mauern sind die Schäden an der Kirche behoben und das Bauwerk vor eindringender Feuchtigkeit geschützt.
Das Langhaus wurde um das Jahr 1050 erbaut
Die Denkmalstiftung Baden-Württemberg ernennt das Gotteshaus nun zum Denkmal des Monats März. Erbaut wurde das Langhaus der Martinskirche um 1050 herum in romanischem Stil. Von der Vergangenheit als Wehrkirche zeugen auch noch Wehrmauern, die in der Kirchhofeinfriedung erhalten sind.
Um das Jahr 1525 wurden ein gotischer Chorraum sowie der flankierende Turm angebaut. Das für diese Zeit typische Sternrippengewölbe im Chor betont dessen Stellenwert als liturgisches Zentrum des Gotteshauses.
Im Langhaus sind Reste von Malereien aus dem 15. Jahrhundert mit Szenen der Passionsgeschichte und des Marienlebens erhalten. Diese wurden 1906 unter einer Putzschicht entdeckt und 1957 bei einer Innenrenovierung teilweise wieder ans Licht geholt.
Mängel am Tragwerk des Kirchendaches
Schon länger waren Mängel am Tragwerk des Kirchendaches als Ursache von Rissen im Mauerwerk ausgemacht worden. Frühere Reparaturversuche hatten keine nachhaltige Besserung zur Folge. Jetzt wurden der Dachstuhl statisch saniert, Natursteine und Putzfassaden instandgesetzt und die Figuren an den Außenwänden restauriert.