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IAB-Studie

Junge Menschen steigen immer später ins Berufsleben ein

Laut einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hat sich ein Drittel der Jugendlichen noch nicht entschieden, welchen Weg sie nach der Schule einschlagen wollen. IAB-Forscherin Silke Anger sieht dafür unter anderem fehlende Orientierung im Arbeitsmarkt als Grund.
Zahlreiche Personen in einem Auditorium, nach vorne blickend.

Viele Jugendliche setzen sich frühzeitig mit ihrer beruflichen Zukunft auseinander und halten sich mehrere Optionen offen, sagt IAB-Forscherin Silke Anger.

IMAGO/Christoph Hardt)

Nürnberg/Hannover. Der Einstieg ins Berufsleben verschiebt sich zunehmend nach hinten. Laut dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg haben sich im vergangenen Jahr ein Drittel aller Jugendlichen in Deutschland noch nicht entschieden, ob sie nach dem Schulabschluss eine Ausbildung, ein Studium oder ein Fachabitur anstreben.

„Viele Jugendliche setzen sich frühzeitig mit ihrer beruflichen Zukunft auseinander, halten sich zugleich aber häufig mehrere Optionen offen“, sagt IAB-Forscherin Silke Anger. In einer Studie mit 6300 Teilnehmern hat das IAB Jugendliche aus Abschlussklassen aller Schulformen befragt.

Kein klares Bild davon, wie man seine Fähigkeiten im Arbeitsmarkt einsetzen kann

„Viele junge Menschen kommen heute mit guten Abschlüssen, aber ohne klares Bild davon, wie sie ihre Fähigkeiten konkret im Arbeitsmarkt einsetzen können“, sagt Robin Marsch, Chief Commercial Officer des in Hannover ansässigen Weiterbildungs-Unternehmens velpTEC.

Hinzu komme laut Marsch eine wachsende psychologische Komponente: die Angst vor Fehlentscheidungen, vor Überforderung und davor, den Anschluss zu verlieren. Sinn, Stabilität und persönliche Entwicklung stünden für junge Generationen zwar im Fokus – gleichzeitig würde aber die Sorge wachsen, den Erwartungen des Arbeitsmarkts nicht gerecht zu werden, so Marsch.

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