Verkehrswegeprojekte

Deges will Bietern BIM-Modelle bereitstellen

Die Deges will künftig 3D-Modelle direkt an Bieter übergeben. Damit sollen Kalkulationen für Verkehrswegeprojekte des Bundes schneller, präziser und transparenter werden.

Die DEGES hat am Beispiel der Ringbahnbrücke der A 100 in Berlin den Mehrwert von 3D-Modellen aufgezeigt. Visualisierung: Deges

Deges)

Berlin . Bauunternehmen wünschen sich zunehmend, dass Auftraggeber vorhandene BIM-Modelle in Ausschreibungen bereitstellen, damit sie effizienter kalkulieren können. Das beobachtet die Deges (Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH). Die Projektmanagementgesellschaft, die in Deutschland die Planung, den Bau und die Realisierung großer Verkehrswegeprojekte koordiniert, will daher 3D-Modelle aus der Planungsphase direkt an die bietenden Bauunternehmen übergeben.

Bieter erhalten ein Modell des künftigen Bauwerks

Statt sich durch stapelweise Papierpläne oder unzählige PDF-Dokumente zu arbeiten, sollen Bieter nach den Vorstellungen der Deges ein informatives Modell des künftigen Bauwerks im gängigen IFC-Format erhalten. Deges-Projektleiter Christian Rohde geht davon aus, dass die Transparenz bereits in der Ausschreibungsphase dazu führt, dass das Bauvorhaben „so wesentlich schneller und tiefergehend verstanden werden kann“. Laut Deges seien im Modell präzise Informationen wie Mengen hinterlegt, die direkt mit dem Leistungsverzeichnis korrespondieren. Bauunternehmen können sich diese Daten für die eigene Kalkulation schnell aus dem Modell ziehen. Darüber hinaus liefert das 3D-Modell ein klares räumliches Bild des Bauwerks und seiner Lage. Es lässt sich in die eigenen Systeme der Baufirmen überführen und in einer GIS-Umgebung darstellen, sodass die Baustellensituation im geografischen Kontext sichtbar wird.

Bieter haben deutlich weniger Rückfragen

Das Modell erlaubt, Mengen und Abläufe präzise zu ermitteln und potenzielle Konflikte frühzeitig zu erkennen, bevor sie auf der Baustelle teure Verzögerungen verursachen können. „Das führt dazu, dass es in der Bieterphase deutlich weniger Rückfragen gibt und die Unternehmen ihre Angebote schneller und mit höherer Preissicherheit einreichen können“, so die Deges.

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