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Fotografie

Otto Lossen: Er wurde vergessen, seine Bilder aber gingen um die Welt

Eine Ausstellung in der Weissenhofwerkstatt Stuttgart widmet sich dem Fotografen Otto Lossen und seinem Einfluss auf die Wahrnehmung der Weissenhofsiedlung. Gezeigt werden seine Aufnahmen sowie Einblicke in sein Leben, kuratiert von Inken Gaukel und Wolfram Janzer.
Person sitzt auf Brüstung in modernem Hof, im Hintergrund Bäume und Gebäude.

Otto Lossen dokumentierte im Jahr 1927 die Werkbundausstellungin Stuttgart.

Haus Poelzig/Terrasse/Berlin Weissenhofmuseum im Haus Le Corbusier)

Stuttgart. Eine Ausstellung in der Weissenhofwerkstatt in Stuttgart rückt einen lang übersehenen Protagonisten der Architekturgeschichte ins Licht. Vom 14. März bis 19. Juli zeigt die Schau mit dem Titel „Dr. Otto Lossen – Der Fotograf der Weissenhofsiedlung 1927“, wie sehr Lossens Fotografien die internationale Wahrnehmung der Weissenhofsiedlung bis heute prägen.

Lossen, eigentlich promovierter Chemiker, erhielt 1927, im Jahr der Werkbundausstellung „Die Wohnung“ in Stuttgart, den exklusiven Auftrag, diese zu dokumentieren. Seine Aufnahmen der avantgardistischen Bauten von Architekten wie Le Corbusier und Mies van der Rohe dienten nicht nur als Pressebilder, sondern verbreiteten sich auch als Postkarten. Sie gingen um die Welt – und formten das Bild des „Neuen Bauens“ bis heute.

Großformatige Reproduktionen werden gezeigt

Neben historischen Abzügen sind in der Schau auch neu angefertigte, großformatige Reproduktionen seiner Fotografien zu sehen sowie Industrie- und Werbefotografie, Stadt- und Landschaftsaufnahmen sowie technisch anspruchsvolle Experimente, die seine Präzision und Innovationsfreude belegen.

Zugleich widmet sich die von Inken Gaukel und Wolfram Janzer kuratierte Schau dem Lebensweg Lossens und zeichnet die Biografie eines ungewöhnlichen Quereinsteigers nach.

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