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Baukonjunktur

Krise im Wohnungsbau setzt sich fort – Straßenbau schwach

Die Bauwirtschaft in Baden-Württemberg kommt nicht in Schwung: Vor allem im Wohnungsbau bleibt die Lage angespannt. Trotz einzelner Lichtblicke warnen Verbandsvertreter vor steigenden Kosten und wachsender Unsicherheit.
Roter Baukran mit Last vor bewölktem Himmel, Häuserdach im Hintergrund.

Die Bauwirtschaft verzeichnet zu Jahresanfang einen Rückgang bei den Aufträgen im Wohnungsbau.

Wolfgang Leja)

Stuttgart . Die Stimmung in der Bauwirtschaft bleibt weiterhin gedämpft. „Der Jahresstart im Wohnungsbau war enttäuschend. Die gestiegenen Baugenehmigungen sind allenfalls ein Trostpflaster. Eine Trendwende ist weiterhin nicht in Sicht“, erklärt Thomas Möller, Hauptgeschäftsführer der Bauwirtschaft Baden-Württemberg. Die Lage in der wichtigen Sparte Wohnungsbau sei nach wie vor unbefriedigend – die Auftragseingänge sind dem Verband zufolge um 6,4 Prozent zurückgegangen.

Steigende Ölpreise verursachen Preissteigerungen

Im Straßenbau gibt es dagegen mit einem Plus von 5 Prozent ein geringes Wachstum. Doch die Folgen des Iran-Kriegs könnten die Baukosten in die Höhe treiben. „Steigende Ölpreise verteuern Diesel und Bitumen erheblich, auch bei Asphalt drohen Preissteigerungen. Perspektivisch werden zudem energieintensive Baustoffe wie Zement oder Beton teurer. Wenn infolgedessen die Baukosten in die Höhe gehen, ist das Gift für die Konjunktur“, warnt Möller.

Unter dem Strich steht ein Auftragszuwachs von real 18,7 Prozent in den Monaten Januar und Februar 2026. Doch die Zukunftserwartungen in den Bauunternehmen seien von Skepsis geprägt, so der Verband. Möller fordert von der künftigen Landesregierung, dem Wohnungsbau Priorität einzuräumen. Zu den nötigen Maßnahmen zählt er „mehr Landesmittel für die soziale Wohnraumförderung, eine Senkung der Grunderwerbsteuer und einen konsequenten Bürokratieabbau“.

Noch keine Impulse vom Sondervermögen Infrastruktur

Enttäuscht ist man in der Bauwirtschaft, dass die erwarteten Impulse im Straßenbau durch das Sondervermögen Infrastruktur bisher ausgeblieben sind. „Wir fordern die Bundesregierung nachdrücklich auf, die bereitgestellten Mittel – so wie versprochen – für zusätzliche Investitionen in die Infrastruktur zu nutzen, und nicht, um Lücken im regulären Haushalt zu stopfen“, mahnt Möller. Auch das Land und die Kommunen sieht er in der Pflicht, die zugewiesenen Gelder aus dem Sondervermögen zum Abbau des gewaltigen Investitionsstaus etwa im Verkehrswegenetz einzusetzen.

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