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Cem Özdemir gibt bei der Arbeitszeit kein Pardon

41 Stunden pro Woche: Die Arbeit geht weiter.
Marijan Murat)Ist es allzu verwegen, wenn der Beamtenbund im Südwesten für seine Mitglieder die 40-Stunden-Woche fordert? In Zeiten, in denen andere sich freuen würden, wenn sie noch Arbeit hätten oder fürchten, dass es ihnen demnächst an den Kragen geht? Und in denen in Bremen gerade die Arbeitszeit der Beamten auf 41 Stunden steigt?
Anderthalb Stunden pro Woche
Es stimmt schon: Beamter zu sein, hat eine Menge Vorteile. Gleichzeitig kauft man sich Nachteile ein, etwa jenen, dass man nicht streiken darf. Beamte können sich nicht wehren, wenn sie anderthalb Stunden länger arbeiten müssen als ihre angestellten Kollegen. Und wenn der designierte Regierungschef sagt, dass es anders nicht geht.
Versprochen ist versprochen
Vielleicht braucht es ein gewisses Maß an Gleichmut zu erkennen, dass es einen so schlecht nicht trifft. Die private Krankenkasse, die schöne Pension sind ja auch ganz nett. Und vielleicht erinnert sich die Politik eines Tages daran, was sie immer wieder versprochen hat: dass die 41-Stunden-Woche nicht auf ewig gilt.